Logo der Kaiserpfalz IngelheimImpressionen aus der Kaiserpfalz: Arch�ologische Vermessungsarbeiten am Heidesheimer Tor | Luftbild der Saalkirche mit eingezeichnetem Rekonstruktionsmodell | Besucher auf dem Historischen Rundweg am Zuckerberg

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Aktuell


Kaiserpfalz Ingelheim - Virtuelle Ausstellung

Inhalt:

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Aktuelles rund um die Kaiserpfalz



Forschungsstelle Kaiserpfalz präsentiert virtuellen 360°- Rundgang durch die Sonderausstellung „Der charismatische Ort“

Sonderausstellung© 

Die Forschungsstelle Kaiserpfalz der Stadt Ingelheim erweitert ab Dienstag, 1. Dezember ihr digitales Angebot: Ein Jahr, nachdem die viel beachtete Ausstellung „Der charismatische Ort. Stationen der reisenden Könige im Mittelalter“ zum letzten Mal ihre Pforten geschlossen hat, erwacht sie nun zu einem zweiten Leben im virtuellen Raum. Alle im Jahr 2019 in der Sonderausstellung präsentierten Videos, Karten, Hörstationen und Texttafeln können dann bequem von zu Hause aus aufgerufen werden.

Das virtuelle Comeback der Mittelalter-Schau ist keine Reaktion auf die Corona-Pandemie, die in den letzten Monaten zahlreiche vergleichbare Projekte hervorgebracht hat. Das Konzept für den virtuellen 360°-Rundgang wurde bereits 2019 entwickelt, noch während die Sonderausstellung im „Kunstforum Ingelheim – Altes Rathaus“ lief. Dabei ging es vor allem um Nachhaltigkeit, wie Bürgermeisterin Eveline Breyer betont: „Der logistische und finanzielle Aufwand für Projekte wie ‚Der charismatische Ort‘ ist enorm, erst Recht wenn man bedenkt, dass sie meistens schon nach wenigen Wochen wieder vorbei sind. Es könnte deshalb ein Modell für die Zukunft sein, die heute zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten zu nutzen und Ausstellungen wie diese zeitlich unbegrenzt verfügbar zu machen.“ Um die 360°-Dokumentation zu erschaffen, wurde während der Laufzeit der Ausstellung das gesamte Kunstforum Ingelheim mit einem speziellen Objektiv abfotografiert. In der jetzt fertiggestellten 3D-Version können einzelne Exponate herangezoomt werden. Teilweise steht zusätzliches Bildmaterial bereit, um so auch kleine Details der kostbaren Objekte wahrnehmen zu können. Ein weiterer Vorteil der virtuellen Ausstellung: Bestimmte Inhalte und besondere Verknüpfungen von Exponaten können dauerhaft und nachhaltig vermittelt werden. So kann beispielsweise das Volumenmodell der Ingelheimer Kaiserpfalz auch in Zukunft im Kontext der Bauskulptur aus Aachen, Brescia und Metz betrachtet und auf diese Weise nachempfunden werden, welche architektonischen Vorbilder die Pfalz Ingelheim geprägt haben.

Die anspruchsvolle technische Umsetzung wurde von der Firma medienatelier aus Darmstadt durchgeführt. Um den 360°-Rundgang überhaupt in die Tat umsetzen zu können, mussten außerdem die Bildrechte an den Exponaten mit sämtlichen Leihgebern im In- und Ausland geklärt werden. Erst deren Unterstützung hat den Weg zu einer digitalen Neuauflage der Sonderausstellung geebnet.

Der 360°-Rundgang durch die Sonderausstellung „Der charismatische Ort. Stationen der reisenden Könige im Mittelalter“ steht ab dem 1.12.2020 auf www.kaiserpfalz-ingelheim.de zur Verfügung.

Ingelheim am Rhein, den 27.11.2020
André Madaus








Etwa 150 Interessierte verfolgen virtuellen Vortrag über die Ortsbefestigungen von Ober-Ingelheim und Großwinternheim

Vortrag livestream© 

Mit einem außergewöhnlichen Projekt haben Wissenschaftler der Forschungsstelle Kaiserpfalz Ingelheim und der Technischen Universität Darmstadt am Mittwoch, 18. November, die Ergebnisse ihrer Arbeit vorgestellt: Im virtuellen Raum präsentierten die Bauforscher und Archäologen in einer Mischung aus Vortrag und wissenschaftlicher Diskussion ihre jüngsten Erkenntnisse über die mittelalterlichen Ortsbefestigungen von Ober-Ingelheim und Großwinternheim. Die mit zahlreichen Bildern, Karten und historischen Fotos illustrierte Präsentation konnte in einem Stream im Internet live verfolgt werden. Die gute Nachricht für alle, die den Termin verpasst haben: Ab Dienstag, 24. November, steht die komplette Veranstaltung im Internet auf der Projekt-Website www.ortsbefestigung3punkt0.de zur Verfügung. Dort gelangt man über den roten Button im Hauptmenü direkt zur Seite mit der Präsentation.

Auf derselben Website kann man auch weiterhin die Ausstellung Ortsbefestigung 3.0 mit einem virtuellen 360°-Rundgang in der Ober-Ingelheimer Burgkirche besuchen. Seit dem Start vor gut sechs Wochen wurde die Ausstellungswebsite rund 1500 Mal aufgerufen, die Besucher verbrachten dabei im Durchschnitt 21 Minuten in der virtuellen Burgkirche. „Das sind Besucherzahlen, die wir für die reale Ausstellung, erschwert durch die Corona-Pandemie, sicherlich nicht erreicht hätten“, freuen sich Katharina Peisker (im Auftrag der Forschungsstelle Kaiserpfalz) und Clemens Brünenberg (TU Darmstadt), die beiden Hauptverantwortlichen des Forschungsteams. „Die virtuelle Neukonzeption der Ausstellung, zu der wir uns im März spontan entschlossen haben, ist voll aufgegangen.“ Auch der virtuelle Vortrag war ein voller Erfolg: Etwa 150 Interessierte hatten ihn am Mittwoch live im Internet verfolgt. Viele nutzten dabei auch die Möglichkeit, per E-Mail Fragen zu stellen. Die fünf Forscher*innen Judith Ley, Clemens Brünenberg (beide TU Darmstadt) sowie Matylda Gierszewska-Noszczynska, Piotr Noszczynski (Forschungsstelle Kaiserpfalz) und Katharina Peisker wurden von vier verschiedenen Standorten aus an einem fünften Standort in einen Stream zusammengeschnitten. Technisch umgesetzt wurde der Online-Vortrag von Roman Shuf von der Firma medienatelier in Darmstadt.

Bereits seit 2017 untersucht ein Team aus Wissenschaftlern der Forschungsstelle Kaiserpfalz Ingelheim und der Technischen Universität Darmstadt, Fakultät für Architektur, die mittelalterliche Ortsbefestigung. Im Fokus der Untersuchungen stehen die Mauern und Türme von Ober-Ingelheim, die an vielen Stellen, insbesondere rund um die Burgkirche, das Ortsbild noch heute prägen, aber noch immer viele Rätsel aufgeben. Für 2022 ist eine Buchveröffentlichung mit den Forschungsergebnissen geplant.

Ingelheim am Rhein, den 20.11.2020
André Madaus








Virtueller Vortrag zu den Ortsbefestigungen Ober-Ingelheim und Großwinternheim, 18.11.2020 um 18 Uhr

Begleitprogramm zur Ausstellung www.ortsbefestigung3punkt0.de

Seit sechs Wochen ist die virtuelle Ausstellung Ortsbefestigung 3.0 inzwischen online! Das ursprünglich als reale Ausstellung in der Ober-Ingelheimer Burgkirche geplante Projekt stellt Zwischenergebnisse laufender Forschungen an den mittelalterlichen Ortsbefestigungen in Ober-Ingelheim und Großwinternheim vor. Sie wurden im Rahmen einer seit 2017 laufenden Kooperation von Forschungsstelle Kaiserpfalz und Universität Darmstadt erarbeitet.

Im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung bereiten die Bauforscher*innen und Archäolog*innen des Kooperationsprojektes nun einen Vortrag vor, bei dem die Untersuchungen an den Ortsbefestigungen in Ober-Ingelheim und Großwinternheim in einen gemeinsamen Kontext gestellt und fachübergreifend diskutiert werden. Der Fokus liegt dabei auf zwei Bereichen der Ortsbefestigung in Ober-Ingelheim: auf der Mauer in der Burgunderstraße und auf der Burgkirchenumwehrung mit der sich anschließenden Mauer im Seufzerpfädchen. Inhaltliche Schwerpunkte bilden ein Vergleich von Ortsbefestigung und Burgkirchenumwehrung, die Türme sowie der Graben der Wehranlage. Abschließend wird ein Vergleich mit der Befestigung in Großwinternheim gezogen.

Der Vortrag findet am Mittwoch, den 18.11.2020, um 18:00 Uhr statt. Über einen Button im Hauptmenü der Ausstellungswebsite www.ortsbefestigung3punkt0.de kann man sich dem Vortrag live zuschalten. Die Forscher*innen freuen sich auch über Rückfragen aus dem Publikum, die während des Vortrags per E-Mail an vortrag@ortsbefestigung3punkt0.de gesendet werden können. Der Vortrag wird im Anschluss auf der Ausstellungswebseite dauerhaft zur Verfügung stehen.

Seit dem Start der virtuellen Ausstellung Ortsbefestigung 3.0 am 30.9.2020 wurde die Ausstellungswebseite 1272 Male besucht. Die Besucher verbrachten im Durchschnitt 21 Minuten in der virtuellen Burgkirche (Stand 11.11.2020). „Das sind Besucherzahlen, die wir für die reale Ausstellung, erschwert durch die Corona-Pandemie, sicherlich nicht erreicht hätten“, freuen sich Katharina Peisker (im Auftrag der Forschungsstelle Kaiserpfalz) und Clemens Brünenberg (TU Darmstadt), beide Hauptverantwortliche des Ausstellungsteams. „Die virtuelle Neukonzeption der Ausstellung, zu der wir uns im März spontan entschlossen haben, ist voll aufgegangen.“ Diese Virtualität wird für den Vortrag ebenfalls vollumfänglich genutzt: Die fünf Forscher*innen Judith Ley, Clemens Brünenberg (beide TU Darmstadt) sowie Matylda Gierszewska-Noszczynska, Piotr Noszczynski (Forschungsstelle Kaiserpfalz) und Katharina Peisker werden von vier verschiedenen Standorten aus sprechen, die an einem fünften Standort zusammengeschnitten werden.

Ingelheim am Rhein, den 11.11.2020
Katharina Peisker








Neues Buch der Forschungsstelle Kaiserpfalz präsentiert Paläste und Reisewege der Kaiser

Buch Titelseite© 

Die Forschungsstelle Kaiserpfalz der Stadt Ingelheim veröffentlicht am 2. November ihre neue Publikation „Mittelalterliche Paläste und die Reisewege der Kaiser. Neue Entdeckungen in den Orten der Macht an Rhein und Main“. Der Band erscheint im Nünnerich-Asmus Verlag (Oppenheim am Rhein) und ist ab 2. November im Buchhandel und im Online-Shop des Verlags (na.verlags-shop.de) erhältlich. Darin werden aktuelle Forschungsergebnisse zu ausgewählten Pfalzen aus dem Rhein-Main-Gebiet präsentiert: Neben Ingelheim finden sich ausführliche Beiträge über Frankfurt, Gelnhausen, Seligenstadt, Kaiserslautern sowie die Burgen Oppenheim und Trifels. Das Buch beschreibt die Denkmäler in ihrem heutigen Zustand und beleuchtet den historischen Kontext ihrer Baugeschichte. Aktuelle, qualitativ hochwertige Fotografien, Karten und Zeichnungen runden die Beiträge ab.

Was alle genannten Orte verbindet, ist ihre Bedeutung im Kontext des so genannten Reisekönigtums: Im frühen und hohen Mittelalter waren Könige und Kaiser mit ihren Familien und dem Hof ständig auf der Reise – es war erforderlich, vor Ort zu sein, um Entscheidungen zu treffen, zu richten und zu repräsentieren. Es gab daher keinen zentralen Herrschaftsort, sondern über das Reichsgebiet verteilte Pfalzen und Königshöfe, die meist prachtvoll ausgestattet waren.

Mit dieser Publikation werden die Phänomene des Reisekönigtums der Zeit vom 8. bis 13. Jahrhundert in ihrer Vielfalt dargestellt und auch für ein nicht fachkundiges Publikum verständlich erklärt. Das Buch sucht dabei Antworten auf wichtige Forschungsfragen, mit denen sich Mittelalter-Experten schon lange beschäftigen: Lassen sich die Reisewege der Herrscher rekonstruieren? Welche Faktoren entschieden überhaupt über die Bedeutung eines Ortes und machten ihn letztlich zu einer Pfalz? Und welche Rolle spielten dabei die persönlichen Vorlieben oder Gewohnheiten der Herrscher von Karl dem Großen bis zu Friedrich Barbarossa?

Das Buch „Mittelalterliche Paläste und die Reisewege der Kaiser. Neue Entdeckungen in den Orten der Macht an Rhein und Main“ erscheint begleitend zur Präsentation „Säulen der Macht“, die noch bis zum 18. April 2021 in Ingelheim (Archäologische Zone Kaiserpfalz und Winzerkeller) zu sehen ist. Weitere Infos: Säulen der Macht Ingelheim

Mittelalterliche Paläste und die Reisewege der Kaiser. Neue Entdeckungen in den Orten der Macht an Rhein und Main“
Eine Publikation der Stadt Ingelheim am Rhein

Herausgeber: Prof. Dr. Caspar Ehlers (Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte, Frankfurt am Main) und Holger Grewe M.A., Forschungsstelle Kaiserpfalz, Stadt Ingelheim am Rhein)

Hardcover, 184 Seiten mit 118 Abbildungen
Nünnerich-Asmus Verlag & Media, Oppenheim am Rhein
ISBN 978-3-96176-134-0
Preis: € 20
Erhältlich im Buchhandel und im Online-Shop des Verlags: na.verlags-shop.de








Virtuelle Premiere: Forschungsstelle und TU Darmstadt präsentieren Online-Ausstellung auf www.ortsbefestigung3punkt0.de

Virtuelle Ausstellung© 

Seit dem 30.9.2020 ist die Ausstellung „Ortsbefestigung 3.0. – Innovative Bauforschung in Ingelheim“ online! Die rein virtuelle Schau präsentiert die mittelalterlichen Ortsbefestigungen in Ober-Ingelheim und Großwinternheim in drei verschiedenen „Aggregatzuständen“: 1. den mittelalterlichen Baubestand selbst, 2. die zweidimensionale Darstellung in Form von Architekturzeichnungen und 3. die innovative Darstellung als digitale 3D-Modelle in der virtuellen Realität. So erklären sich Titel und Ort der Ausstellung in der Burgkirche als zentralem Punkt der Ortsbefestigung.

Die Ausstellung ist in Form eines 360°-Rundgangs in der Ober-Ingelheimer Burgkirche erlebbar. Die „Ausstellungs-Möbel“ mit den klassischen Text- und Bildtafeln wurden digital „gebaut“. Zusätzlich integriert wurden Videosequenzen und interaktive 3D-Modelle. In den Videos kann man auch sehen, wie solche Modelle in der Bauforschung erstellt und benutzt werden. Vorgestellt werden Überblendungen von realem Bestand und digitalen Rekonstruktionen sowie 3D-Modelle einzelner Türme und Mauerabschnitte. Alle Elemente können von Besuchern der Website selbst gesteuert werden. Ein Stadtmodell von Ober-Ingelheim mit verschiedenen Rekonstruktionsebenen ergänzt die Präsentation. Ein Flyer führt Besucher zurück in die reale Welt und animiert dazu, die erhaltenen Tore, Türme und Mauern entlang eines Rundweges in Ober-Ingelheim zu besuchen. Die Ausstellung stellt einen Zwischenstand der seit 2017 laufenden Forschungskooperation zwischen der Forschungsstelle Kaiserpfalz Ingelheim und der Technischen Universität Darmstadt, Fakultät für Architektur, Fachgebiet Klassische Archäologie dar. Im Rahmen studentischer Bauaufnahmekampagnen 2017–2019 wurden bisher undokumentierte Bereiche der Ortsbefestigung zwei- und dreidimensional aufgenommen. In einem Seminar an der TU Darmstadt wurden zudem Exponate, Ausstellungsmöbel, Raumaufteilung und ein Design für die Druckerzeugnisse entwickelt. Die Ergebnisse des Seminars wurden von den Bauforschern und Ausstellungsmachern Clemens Brünenberg von der TU Darmstadt und Katharina Peisker im Auftrag der Forschungsstelle Kaiserpfalz zu der nun vorliegenden Ausstellung zusammengeführt; wissenschaftlich unterstützt wurden sie dabei von Hartmut Geissler (Historischer Verein Ingelheim e. V.) und Piotr Noszczynski (Forschungsstelle Kaiserpfalz). Die technische Umsetzung und Gestaltung erfolgte durch Roman Shuf (Medienatelier Darmstadt).

Ortsbefestigung 3.0 wird für die nächsten zwei Jahre zu sehen sein. Gleichzeitig arbeiten die Wissenschaftler an einer Publikation ihrer Forschungsergebnisse. Diese sollen 2022 in der neuen populärwissenschaftlichen Reihe „Ingelheims historisches Erbe“ mit dem Titel „Die Ortsbefestigungen von Ober-Ingelheim und Großwinternheim“ veröffentlicht werden. Schon vorher sollen neue Forschungsergebnisse an die interessierte Öffentlichkeit weitergegeben werden: Geplant sind virtuelle und reale Vorträge, ein zusätzlicher Baustein für die Ausstellung, ein Forschungsblog sowie – ab dem Frühjahr 2021 – Führungen zur realen Ortsbefestigung Ober-Ingelheim durch die Ingelheimer Gästeführer.

Alle weiteren Informationen finden Sie auf www.ortsbefestigung3punkt0.de

Ingelheim am Rhein, den 07.10.2020

Katharina Peisker
Clemens Brünenberg








Das neue Kaiserpfalz Journal ist da!

Kaiserpfalz Journal© 

Aufgrund der Corona-Pandemie hat sich der Erscheinungstermin des Kaiserpfalz Journals 2020 zwar verzögert, aber nun liegt die inzwischen dritte Ausgabe vor. Im Vergleich zu seinen beiden Vorgängern hat das Heft an Umfang deutlich zugelegt und ist auch optisch noch einmal weiterentwickelt worden. Das Kaiserpfalz Journal bietet viele spannende Einblicke in die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen der Forschungsstelle, von den archäologischen Ausgrabungen auf dem mittelalterlichen Gräberfeld an der Rotweinstraße oder beim „Gertrudenhof“ über neueste Forschungsergebnisse zur Geschichte Ingelheims lange vor Karl dem Großen bis hin zu den virtuellen Ausstellungen „Ortsbefestigung 3.0“ (www.ortsbefestigung3punkt0.de) und „Der charismatische Ort“.

Das Heft kann hier als weboptimiertes PDF heruntergeladen werden: Kaiserpfalz Journal 2020 PDF download








Forschungsstelle Kaiserpfalz: „Säulen der Macht“ eröffnet am Tag des offenen Denkmals

Die Forschungsstelle Kaiserpfalz Ingelheim eröffnet am „Tag des offenen Denkmals“ am 13.9. offiziell ihre Präsentation „Die Säulen der Macht. Mittelalterliche Paläste und die Reisewege der Könige“. Ingelheim fungiert als einer von mehreren Korrespondenzorten zur großen Landesausstellung „Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht“, die ab dem 9.9. im Mainzer Landesmuseum zu sehen sein wird. Die Website zur Ingelheimer Präsentation ist unter der Adresse www.saeulen-der-macht-ingelheim.de bereits online, ein Info-Flyer ist ab sofort an den bekannten Stellen verfügbar.

Hauptbestandteil der Ingelheimer Präsentation sind Rekonstruktionen von Architekturelementen der Kaiserpfalz um 800 im Maßstab 1:1 im Denkmalbereich. Eine Sonderbeschilderung erläutert diese Rekonstruktionen an Ort und Stelle. Darüber hinaus werden im Ingelheimer Winzerkeller sechs weitere Herrschaftsorte vorgestellt, die wie Ingelheim mit seiner Pfalz Karls des Großen im Mittelalter von großer Bedeutung waren, darunter Frankfurt, Oppenheim und die Burg Trifels.

Um in Corona-Zeiten größere Besuchergruppen zu vermeiden, beschränkt die Forschungsstelle ihr Führungsangebot am Tag des offenen Denkmals auf vier öffentliche, jeweils einstündige Führungen (Uhrzeiten: 10.00, 11.15, 14.30 und 15.15 Uhr). Da die Teilnehmerzahl pro Führung auf zehn Personen beschränkt werden muss, ist eine vorherige Anmeldung im Besucherzentrum und Museum bei der Kaiserpfalz unbedingt erforderlich: Tel. 06132 714 701. Treffpunkt für die Führungen ist jeweils das Heidesheimer Tor im Denkmalbereich.

Der „Carolus“ des aktuellen Jahrgangs ist weiterhin erhältlich bei der Tourist-Information Ingelheim, der Vinothek im Winzerkeller Ingelheim, im Museum bei der Kaiserpfalz sowie bei den beteiligten Weingütern.

Ebenfalls am Tag des offenen Denkmals stellt die Forschungsstelle ihr runderneuertes Medienangebot im und für den Außenbereich der Archäologischen Zone Kaiserpfalz zur Verfügung. Dazu gehören eine aktualisierte Beschilderung und ein darauf abgestimmtes neues Begleitheft für den Historischen Rundweg. Zum neuen Konzept gehört als drittes Element die überarbeitete neue Kaiserpfalz-App. Sie ist ebenfalls ab dem 13.9. online und bei Google Play und im AppStore kostenlos erhältlich. Die App ergänzt Beschilderung und Begleitheft mit einem digitalen Führer durch das Kaiserpfalzgebiet, der u. a. Hörtexte und Bildergalerien bereitstellt. Damit ist die Kaiserpfalz auch und besonders in Coronazeiten an jedem Ort und zu jeder Zeit digital erlebbar.

Einen besonderen Service bieten die Mitarbeiter*innen der Forschungsstelle allen Facebook-Nutzern: Sie stellen sich am 13.9. um 14.00 und 16.00 Uhr in einem Live-Chat bei Facebook den Fragen und Anregungen von Geschichts- und Archäologieinteressierten.

Ingelheim am Rhein, den 28.08.2020
André Madaus




„Carolus“-Winzer spenden 4.000 Euro an die Kaiserpfalz Ingelheim

Auf einem für die Präsentation „Die Säulen der Macht“ rekonstruierten Fußboden am Heidesheimer Tor trafen sich zur Übergabe der Spende © 

Der Kaiserpfalzwein „Carolus – Der Karlswein“ ist ein beliebtes Mitbringsel für Kaiserpfalz-Besucher und Einheimische, und wirbt als klassischer Ingelheimer Spätburgunder aus mittelalterlichen Weinlagen für die Rotwein- und Karlsstadt Ingelheim. Die aktuell im Verkauf befindliche zweite Auflage des „Carolus – Der Karlswein“ ist – wie seine Vorgänger – auf historisch belegten, mittelalterlichen Weinlagen Ingelheims gewachsen. So entstand ein vollmundiges Rotweincuvée, das einen historischen Bezug zur Zeit Karls des Großen herstellt. Denn die Lagen, aus denen der „Carolus“ stammt, existierten bereits vor Jahrhunderten rund um die Ingelheimer Kaiserpfalz. Das Motiv der Ingelheimer Goldmünze Karls des Großen ziert das hochwertige Etikett.

Von jeder verkauften Flasche spenden die vierzehn am „Carolus“ beteiligten Ingelheimer Winzerinnen und Winzer Simone Adams, J. Bettenheimer, K. & K. Dautermann, Gräff-Schmitt, Hamm / Burgkirche, Sebastian Menk, Mett & Weidenbach, J. Neus, Rotkäppchen, P. Chr. Saalwächter, Stritter, Julius Wasem & Söhne, Arndt F. Werner und Schloss Westerhaus einen Teil des Verkaufserlöses für den Erhalt und die Erforschung der Kaiserpfalz.

Nun übergaben die Winzer Julius Wasem, Thomas Werner und Jürgen Mett stellvertretend für die vierzehn beteiligten Weingüter den bei der zweiten Auflage des „Carolus“ erwirtschafteten Spendenerlös an die Forschungsstelle Kaiserpfalz. Bürgermeisterin und Kulturdezernentin Eveline Breyer und Dr. Britta Schulze-Böhm von der Forschungsstelle durften die beachtliche Summe von 4.000 Euro entgegennehmen. Die Spende wird dem Projekt zur Anschaffung eines Fernrohrs in die Vergangenheit zu Gute kommen, wie es bereits in der Aula regia eines gibt. „Die Spende wird einen Großteil der Anschaffungskosten abdecken, darüber freuen wir uns sehr“, so Dr. Britta Schulze-Böhm. Eveline Breyer dankte den Winzern ebenfalls herzlich für ihre Spende und für ihr Engagement, sich an dem Gemeinschaftsprojekt „Carolus“ zu beteiligen, das ein einzigartiger Botschafter für die Stadt Ingelheim ist. „Mit dem ,Carolus‘ ist die Verknüpfung von Ingelheims bedeutendsten touristischen Merkmalen – dem Rotwein und der Kaiserpfalzhistorie – gelungen und beides in einem Produkt vereint. Ich freue mich, dass damit gemeinschaftlich ein attraktiver Werbeträger geschaffen werden konnte, der den Namen der Kaiserpfalz und die Qualität des Ingelheimer Weines verbreitet“, so Breyer.

Der „Carolus“ des aktuellen Jahrgangs ist weiterhin erhältlich bei der Tourist-Information Ingelheim, der Vinothek im Winzerkeller Ingelheim, im Museum bei der Kaiserpfalz sowie bei den beteiligten Weingütern.

Da bereits ein Großteil des „Carolus“ verkauft wurde, wird nun bereits die Produktion des nächsten Kaiserpfalzweins vorbereitet.




„Säulen der Macht“: Forschungsstelle Kaiserpfalz präsentiert Paläste des Mittelalters

Digitale Rekonstruktion des Säulengangs am Heidesheimer Tor © 

Mit der zweiteiligen Präsentation „Säulen der Macht – mittelalterliche Paläste und die Reisewege der Kaiser“ nimmt die Forschungsstelle Kaiserpfalz der Stadt Ingelheim vom 9. September 2020 bis 18. April 2021 herausragende Beispiele herrschaftlicher Architektur des Mittelalters in den Blick. Aufwändige Installationen im Denkmalbereich und eine Präsentation im Winzerkeller beleuchten sieben ausgewählte Pfalzen im Rhein-Main-Gebiet. Als Kooperationspartner der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) ergänzt die Stadt Ingelheim mit ihrem Beitrag die rheinland-pfälzische Landesausstellung „Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht“, die zeitgleich im Mainzer Landesmuseum zu sehen sein wird. „Die gute fachliche Vernetzung der Forschungsstelle bietet der Stadt Ingelheim immer wieder Chancen, ihr bedeutendes Kulturerbe Kaiserpfalz bundes- oder landesweit zu präsentieren“, betont Kulturdezernentin und Bürgermeisterin Eveline Breyer.

Erstmals archäologische Präsentation im Winzerkeller

Zum ersten Mal seit der Eröffnung des neu gestalteten Winzerkellers, in dem sich heute ein Restaurant, eine Vinothek und die Tourist-Info der Stadt befinden, werden dort archäologische Forschungsergebnisse einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Im Innengarten des historischen Gebäudes werden auf acht als Säulen gestalteten Informationsträgern Herrschaftsorte vorgestellt, die im Früh- und Hochmittelalter die Königslandschaft zwischen Rhein, Main und Neckar geprägt haben: Die Pfalzen in Frankfurt, Gelnhausen, Trifels, Kaiserslautern, Oppenheim, Seligenstadt und Ingelheim spielten dabei auch eine tragende Rolle für das Reisekönigtum dieser Epoche, in der die Repräsentation und Inszenierung von Macht in der Architektur besonders wichtig waren. Wissenswerte Informationen über Baugeschichte, Archäologie und aktuelle Forschungsergebnisse laden dazu ein, die Denkmäler und ihre Geschichte vor Ort zu entdecken. 

Wie ein mittelalterlicher Herrschaftsort aussah, kann man in Ingelheim besonders gut nachempfinden. Die unter Karl dem Großen um 800 errichtete Palastanlage gilt als wichtigstes kulturelles Erbe der Stadt und eines der bedeutendsten Baudenkmäler des Frühmittelalters. Der zweite Teil der Präsentation „Säulen der Macht“ findet deshalb in der Archäologischen Zone Kaiserpfalz statt, wo maßstabsgetreue Rekonstruktionen wie die großflächige Wandbemalung in der Aula regia und der bunt gemusterte „Marmor“-Fußboden am Heidesheimer Tor einen Eindruck von der einstigen Pracht des karolingischen Palastes geben. Auch eine Säule, das Leitmotiv der Ausstellung, wird im Maßstab 1:1 und in ihrer ursprünglichen Ausschmückung mit Kapitell in der Archäologischen Zone zu sehen sein. Dank einer eigens für die Präsentation installierten, reich bebilderten Sonderbeschilderung können sich Besucherinnen und Besucher über die Pfalz des Früh- und Hochmittelalters umfassend informieren – eine Epoche, für die Ingelheim als eines der am besten erforschten Beispiele gilt.




Aktuelle Informationen zu laufenden Grabungsprojekten

Liebe Besucher und Besucherinnen, Informationen zu aktuell laufenden Grabungen finden Sie hier




Aktuelle Information zur Corona-Krise

Ab Donnerstag, 14.5.20 werden einige Freibereiche im Kaiserpfalzgebiet wieder für den Besucherverkehr geöffnet. Dies sind die Denkmalbereiche Aula regia (Karolingerstraße), Heidesheimer Tor (Zugang Zanggasse/Sebastian-Münster-Straße) sowie Nordflügel mit Tastmodell (Zugang Sebastian-Münster-Straße). In diesen Denkmalbereichen ist jeweils nur eine begrenzte Anzahl von Besuchern gestattet. Bitte achten Sie auf diese maximale Besucherzahl sowie auf den einzuhaltenden Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Personen.

Alle anderen Denkmalbereiche müssen leider weiterhin geschlossen bleiben. Über Änderungen informieren wir Sie auch weiterhin an dieser Stelle.




Seltenes Hockgrab der Jungsteinzeit in Ingelheim – Hinweis auf die „ersten Ingelheimer“

Mayen zwischen dem späten 7. und dem 9. Jahrhundert. Rekonstruktion eines Kugeltopfes aus Mayener Ware.| © 

Am 5. Juni hat das Team der Forschungsstelle Kaiserpfalz die archäologischen Ausgrabungen im „Gertrudenhof“ an der Ottonenstraße beendet. Jetzt wird dort mit der Errichtung einer Wohnanlage begonnen. „Die erhofften frühmittelalterlichen Grubenhäuser oder Baukonstruktionen kamen dabei zwar nicht ans Tageslicht, dafür aber eine kleine wissenschaftliche Sensation“, erklärt Kulturdezernentin und Bürgermeisterin Eveline Breyer begeistert. „Wir haben damit wohl die ersten Ingelheimer entdeckt.“

Der etwa 0,37 Hektar große Gertrudenhof liegt zwischen der Pfalzanlage und der St. Remigiuskirche. Bis 2019 befand sich hier ein Weinberg. In unmittelbarer Nähe des Areals wurden schon früher bedeutende Entdeckungen aus der merowingischen Epoche (ca. 500–750 n. Chr.) gemacht. So fand man an mehreren Stellen zwischen 1994 und 2019 früh- bis spätmittelalterliche Baubefunde. Auch der berühmte Gold-Solidus mit dem Bildnis Karls des Großen wurde nicht weit von hier entdeckt. „Hier spielte sich also seit langem das Leben in Ingelheim ab. All dies ließ die Forscher vermuten, auf dem Gertrudenhof weitere Puzzleteile des mittelalterlichen Ingelheim aufdecken zu können“, meint Breyer.

Archäologischer Stadtkataster rettet Geschichte

Wie schon zuletzt bei der Grabung am Gänsberg wurde auch der Gertrudenhof im Rahmen des Ingelheimer Archäologischen Stadtkatasters untersucht. Dieses Register erfasst Siedlungsspuren vergangener Epochen und ermöglicht es den Wissenschaftlern, Flächen mit zu erwartenden Funden in Absprache mit den jeweiligen Bauherren zu erforschen, bevor Zeugnisse vergangener Kulturen unbesehen verschwinden.

Die Bauunternehmung Karl Gemünden GmbH & Co. KG stellte hierfür finanzielle Unterstützung und einen Bagger zur Verfügung, um damit die obersten Schichten abzutragen, bevor sich die Archäologen mit feinerem Werkzeug an die Arbeit machten. Bis Anfang Juni wurden so insgesamt 21 Grabungsschnitte mit einer Gesamtfläche von 2.500 m2 untersucht. Die dabei aufgedeckten Befunde wurden mit neuester Technik dokumentiert: Mit Kamera und Kameradrohne wurden Hunderte Fotos gemacht, aus denen sich hinterher am Computer exakte Modelle des Geländes und der Befunde anfertigen lassen.

Überraschung am Ende der Grabung

Lange Zeit waren die Ergebnisse der Ausgrabungen nicht sonderlich spektakulär: Die Archäologen fanden Drainagen, die wahrscheinlich schon seit dem Mittelalter zur Entwässerung der Fläche angelegt wurden, sowie ehemalige Parzellengrenzen in Gestalt von Fundamentresten, die sich mit historischen Karten aus dem 19. Jhd. decken. Doch dann entpuppten sich mehrere Steinsetzungen im südlichen Bereich des Areals als Hinterlassenschaften aus einer Zeit, die in Rheinhessen bislang eher selten dokumentiert werden konnte: Es handelt sich um insgesamt drei Grabstellen, die sich vermutlich der so genannten Schnurkeramik zuordnen lassen. Diese Kulturstufe beginnt am Ende der Jungsteinzeit etwa 2800 v Chr. und markiert den Übergang in die Bronzezeit.

Für die Datierung spricht insbesondere das außergewöhnlich gut erhaltene Skelett eines in Hocklage begrabenen Menschen, einer für diese Zeit typischen Bestattungsform. Ob die Archäologen mit ihrer Annahme richtigliegen, müssen weitere Untersuchungen an den Knochen zeigen. „Dieser Fund unterstreicht, wie wertvoll der Archäologische Stadtkataster für das Verständnis der Geschichte Ingelheims ist – ohne Kataster wären diese frühen Spuren menschlicher Besiedlung unbeachtet und undokumentiert weggebaggert worden“, betont Bürgermeisterin Breyer.

Forschungsgrabung an der Rotweinstraße wird fortgesetzt

Der Archäologische Kataster Ingelheims erwies sich schon bei den Ausgrabungen am „Gänsberg“ (2017–2020) als großer Glücksfall für die Stadt: Auf der etwa zwei Fußballfelder großen Fläche, auf der inzwischen moderne Wohngebäude errichtet wurden, konnten die Archäologen 195 Befunde aus Bronzezeit, Römerzeit und Frühmittelalter sowie zahllose Einzelfunde aus diesen Epochen dokumentieren. Auf der Grundlage von Gebäudespuren vom „Gänsberg“ wurde erstmals für Ingelheim eine 3D-Rekonstruktion eines merowingischen Gehöfts angefertigt, die einen Eindruck vom Leben in dieser Zeit gibt.

In den kommenden Sommermonaten widmet sich die Forschungsstelle wieder der mehrjährig angelegten Forschungsgrabung auf dem Reihengräberfeld Rotweinstraße. Auch hier gab es zuletzt spannende Funde: In zwei merowingischen Gräbern fanden die Archäologen goldene bzw. vergoldete Münzbeigaben, die Aussagen über das Alter der Gräber und den sozialen Status der dort bestatteten Personen ermöglichen.

Ingelheim am Rhein, den 5.6.2020
André Madaus



Rückblick


Ein Jahr in die Forschungsstelle Kaiserpfalz hereinschnuppern
Der Bewerbungszeitraum für das FSJ Kultur hat gestartet

Im FSJ Kultur gibt es die Möglichkeit, die Arbeit in kulturellen Einrichtungen hinter den Kulissen kennen zu lernen und das Jahr darüber hinaus zur persönlichen Orientierung zu nutzen. Auch in der Forschungsstelle Kaiserpfalz Ingelheim ist ein solches Freiwilliges Soziales Jahr mit Start zum September 2020 möglich.

Die Freiwilligen erhalten in dieser Zeit Einblicke in alle Arbeitsbereiche der Forschungsstelle. Sie reichen von Mithilfe bei der Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsorganisation über Ausstellungsvorbereitungen bis zu inhaltlichen Recherchen rund um das Thema Mittelalter und seiner Vermittlung. Bei Interesse haben die Freiwilligen auch die Möglichkeit, regelmäßig an den archäologischen Ausgrabungen im Stadtgebiet teilzunehmen. Einen besonders engen Kontakt mit den archäologischen Funden bietet die Mitarbeit im Fundarchiv, wo jedes Fundstück gereinigt, dokumentiert und archiviert wird.

Gemeinsam erstellen wir mit den Freiwilligen ein Aufgabenspektrum, das ihnen in dem Jahr möglichst viele Einblicke ermöglicht, die zur Berufsorientierung dienen können.

Als Freiwillige*r erhält man ein monatliches Taschengeld, ist sozialversichert und nimmt an verschiedenen Seminaren teil. In diesen werden fachspezifische Kompetenzen vermittelt und durch den Austausch mit anderen Freiwilligen die persönliche Entwicklung und berufliche Orientierung gestärkt. Zudem wird das FSJ Kultur als Praxisteil bei der Erlangung der Fachhochschulreife anerkannt (vorausgesetzt, der schulische Teil wurde bereits im Gymnasium nach Klasse 12 erworben).

Bis zum 15. März 2020 können Interessierte sich online für unsere und bis zu 7 weitere Stellen bewerben. Das Bewerbungsverfahren läuft über das Kulturbüro Rheinland-Pfalz unter www.fsjkultur-rlp.de oder Tel: 02621/62315-0. Für inhaltliche Fragen zum FSJ in der Forschungsstelle Kaiserpfalz wenden Sie sich gerne direkt an die Forschungsstelle: britta.schulze-boehm@ingelheim.de




Eine Ausstellung geht zu Ende – der charismatische Ort bleibt Finissage der Sonderausstellung „Der charismatische Ort. Stationen der reisenden Könige im Mittelalter“

Mayen zwischen dem späten 7. und dem 9. Jahrhundert. Rekonstruktion eines Kugeltopfes aus Mayener Ware.| © 

400 Jahre Geschichtsschreibung, 200 Exponate, 18 Monate Vorbereitung - am 20.11.2019 wird die Sonderausstellung „Der charismatische Ort. Stationen der reisenden Könige im Mittelalter“ der Stadt Ingelheim, Forschungsstelle Kaiserpfalz, zum letzten Mal von 10 – 17 Uhr geöffnet sein. Im Kunstforum Ingelheim – Altes Rathaus können die Besucher*innen die Geschichte eines Herrschaftsortes am Beispiel Ingelheim erleben. Repliken der Reichsinsignien, der sogenannte Dagobert-Thron und echte Gastgeschenke aus Seide und Elfenbein führen die Machtdemonstration der damaligen Zeit vor Augen. Originaler Bauschmuck aus Brescia repräsentiert eindrucksvoll den Ursprung des Baustils der Ingelheimer Pfalz. Der goldener Cappenberger Barbarossakopf und mittelalterliche Fake-News bezeugen die Legendenbildung, die sich ab dem 12. Jahrhundert um diesen charismatischen Ort bilden. Auch Dank der Sponsoren J. Molitor Immobilien GmbH, Sparkasse Rhein-Nahe, Mainzer Volksbank und Rheinhessische Energie- und Wasserversorgungs-GmbH konnte diese Ausstellung so erfolgreich gelingen.

Im Rahmen der Finissage am 22.11.2019 um 18 Uhr führen die Mitarbeiter der Forschungsstelle ihre Gäste zu ausgewählten Exponaten. So erhalten die Besucher*innen aus erster Hand Informationen zu den Objekten aus den unterschiedlichen Fachrichtungen. Denn die Forschungsstelle vereint Archäologen, Kunsthistoriker, Architekten und Kulturwissenschaftler unter einem Dach. Ebenso disziplinübergreifend beleuchtet das reich bebilderte Begleitheft zur Ausstellung die Themen und Exponate und wird auch nach Laufzeitende in der Buchhandlung Wagner Ingelheim noch erhältlich sein.

Während die Logistik des Abbaus im Kunstforum Ingelheim – Altes Rathaus zurzeit geplant wird, entsteht bereits das Konzept für die nächste Präsentation, denn die Kaiserpfalz inspiriert als charismatischer Ort auch weiterhin zu besonderen Ausstellungen. Im kommenden Herbst wird die Forschungsstelle der Stadt Ingelheim an der Landesausstellung Rheinland-Pfalz „Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht“ mit Leihgaben für Mainz sowie einer Präsentation in Ingelheim mitwirken. Denn Pfalzen kam in der ambulanten Herrschaftspraxis des Mittelalters als palastartige Versammlungsorte eine tragende Rolle bei der Ausübung der Macht zu. Im Saalgebiet verhelfen 1:1-Rekonstruktionen von Architekturelementen dem Erscheinungsbild der Ruine zu besonderer Anschaulichkeit. Damit wird das Denkmal als authentischer Ort inszeniert.

Die Ausstellung Sonderausstellung „Der charismatische Ort. Stationen der reisenden Könige im Mittelalter“ läuft noch bis zum 20.11.2019 und ist von Di-So, 10-17 Uhr geöffnet. Zur Finissage am 22.11.2019 um 18 Uhr im Kunstforum Ingelheim – Altes Rathaus lädt die Forschungsstelle der Stadt Ingelheim herzlich ein. „Säulen der Macht – Mittelalterliche Paläste und die Reisewege der Kaiser“ wird ab Herbst 2020 zu sehen sein.




Einladung zum Fachkolloquium in Mayen

Wirtschaftsaspekte in Spätantike und Frühmittelalter Warenversorgung – Handelskontakte – Chronologieprobleme

Mayen zwischen dem späten 7. und dem 9. Jahrhundert. Rekonstruktion eines Kugeltopfes aus Mayener Ware.| © 

Betrachtungen zu Wirtschaftsräumen und ihren vielschichtigen funktionalen Verflechtungen entwickeln sich für die Forschung zu außergewöhnlich effektiven Möglichkeiten, um Rückschlüsse auf den in der Vergangenheit auftretenden überregionalen Handel und zudem auf die sozio-ökonomischen und historisch-kulturellen Lebensumstände der Menschen in ihrem jeweiligen Umfeld und Wirtschaftsgefüge abzuleiten.

Dieser Eindruck wurde im Rahmen der jüngst von der Forschungsstelle Kaiserpfalz in Ingelheim und dem Römisch-Germanischen Zentralmuseum eingegangenen Kooperation bei einem im November 2018 in Ingelheim durchgeführten interdisziplinären Fachkolloquium erneut deutlich vor Augen geführt. Die dort vorgestellten Beiträge widmeten sich für die Zeiträume der römischen Antike und des Mittelalters den Themenschwerpunkten Siedlungsräume – Wirtschaftsregionen – Machtzentren. Hierbei wurden die Verknüpfungen und die Wechselwirkungen dieser Hauptaspekte immer wieder präsent. Das damals gewonnene Bild soll nun bei einem zweiten, wieder von beiden Institutionen in Kooperation mit dem Arbeitskreis Pfalzenforschung Aachen-Ingelheim ausgerichteten Fachkolloquium erweitert und vertieft werden.

In Mayen wird verstärkt auf Wirtschaftsaspekte und Handelsfragen eingegangen. Sowohl die Versorgung von städtischen Ansiedlungen mit Waren als auch jene von ländlichen Räumen oder kleineren Siedlungseinheiten aus den Produktionsstätten werden thematisiert. Neben der Keramik sind hierbei auch Ausführungen zu anderen Materialgruppen wie etwa Glas oder Metall vorgesehen. Gerade für das 5. wie auch das 8. Jahrhundert bestehen bis in die heutige Zeit bei der chronologischen Ansprache von Funden und Befunden Probleme. Oft liegen die Datierungen von vergleichbarem Fundgut weit voneinander entfernt. Dieser Teilaspekt wird in den Referaten als Diskussionsbasis angesprochen.

Unterstützt von der Fritz Thyssen Stiftung:

Eine Teilnahmebestätigung senden Sie bitte bis zum 11. November 2019 an folgende Adressen:
Matylda.Gierszewska-Noszczynska@ingelheim.de
Grunwald@rgzm.de


Weitere Informationen:


Tag des offenen Denkmals in der Kaiserpfalz Ingelheim

Am Sonntag, 8. September 2019 heißt es auch in Ingelheim wieder: Geschichte hautnah erleben! Die Forschungsstelle Kaiserpfalz Ingelheim öffnet an diesem Tag die Türen zu einem kostenlosen Besuch der aktuellen Sonderausstellung „Der charismatische Ort. Stationen der reisenden Könige im Mittelalter“. Die Ausstellung befindet sich im Kunstforum Ingelheim – Altes Rathaus und ist von 10.00 – 17.00 Uhr geöffnet. Kostenlose Führungen für Erwachsene und Kinder werden von den Gästeführerinnen und Gästeführern sowie vom Team der Museumspädagogik angeboten.

Am Nachmittag erwartet Kinder im Grundschulalter eine Schnitzeljagd durch die Kaiserpfalz, an deren Ende sie eine kleine Belohnung mit nach Hause nehmen dürfen. In der Aula bietet ein großer Thron die perfekte Kulisse für das Foto „Einmal Kaiser sein“.

An der St. Remigiuskirche wird es in Verbindung mit der Sonderausstellung ebenfalls Führungen zu den erst kürzlich der Öffentlichkeit vorgestellten, spektakulären Funden im neu sanierten Turm geben.

Programm Tag des offenen Denkmals in der Kaiserpfalz Ingelheim:


Sonderausstellung „Der charismatische Ort. Stationen der reisenden Könige im Mittelalter“, Kunstforum Ingelheim – Altes Rathaus, Francois-Lachenal-Platz 1
Museum bei der Kaiserpfalz bei freiem Eintritt geöffnet von 10.00-18.00 Uhr


Museum bei der Kaiserpfalz bei freiem Eintritt geöffnet von 10.00-18.00 Uhr




Die größte Kraft des Reichs. Die mittelalterlichen Kaiser und der Raum am Rhein

Vortrag von Prof. Dr. Bernd Schneidmüller am 13. Juni, um 19.00 Uhr, im WBZ, Neuer Markt 3, 55218 Ingelheim am Rhein

Rekonstruktion der Aula regia | © 

Zur Einstimmung der im August beginnenden Sonderausstellung „Der charismatische Ort – Stationen der reisenden Könige im Mittelalter“ betrachtet der Historiker Prof. Dr. Bernd Schneidmüller (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg) in seinem Vortrag eine der bedeutendsten Kulturlandschaften Europas: Seit der Herrschaft Karls des Großen entwickelte sich das Land links und rechts des Rheins zwischen Köln, Basel, Trier und Frankfurt von einer einstigen Grenzregion zum weltlichen und geistlichen Zentrum des Heiligen Römischen Reichs. Bernd Schneidmüller, einer der renommiertesten deutschen Mittelalter-Experten, zeichnet die Geschichte dieser Region und ihrer wichtigsten Protagonisten vom 8. bis in das 14. Jahrhundert nach und unterstreicht die Worte des Geschichtsschreibers Bischof Otto von Freising, der den Raum am Rhein im 12. Jahrhundert als „größte Kraft des Reichs“ bezeichnete. Insbesondere Mainz, Worms und Speyer galten über Jahrhunderte als „Wiege der Gelehrsamkeit“, wozu vor allem die jüdischen Gemeinden dieser Städte wesentlich beitrugen.

Der Vortrag von Prof. Dr. Bernd Schneidmüller im WBZ ist eine gemeinsame Veranstaltung der Stadt Ingelheim, Forschungsstelle Kaiserpfalz, und des Historischen Vereins Ingelheim e.V. Der Eintritt ist frei.

Sonderausstellung „Der charismatische Ort. Stationen der reisenden Könige im Mittelalter“ Vom 20. August bis zum 20. November können Besucher*innen im „Kunstforum Ingelheim – Altes Rathaus“ in die Welt des Mittelalters eintauchen.

Der Flyer zur Ausstellung ist bei der Stadtverwaltung, der Mediathek, im Weiterbildungszentrum und an vielen weiteren Orten erhältlich.




Nacht der Kunst am 24. Mai 2019

Am Freitag, 24. Mai findet wieder die Nacht der Kunst statt, einem von Boehringer Ingelheim initiierten Fest auf dem auf dem François-Lachenal-Platz vor dem Kunstforum Ingelheim - Altes Rathaus in Nieder-Ingelheim.

uch die Kaiserpfalz Ingelheim im benachbarten Saalgebiet ist anlässlich der Nacht der Kunst wieder bis Mitternacht geöffnet und illuminiert. Stimmungsvolle Lichtspiele und eine begleitende Soundkulisse setzen die Aula regia und das Heidesheimer Tor passend zur diesjährigen Sonderausstellung „Der charismatische Ort. Stationen der reisenden Könige im Mittelalter“ in Szene, welche die Forschungsstelle Kaiserpfalz vom 20. August bis 20. November 2019 im Kunstforum Ingelheim – Altes Rathaus zeigt.

Die Forschungsstelle Kaiserpfalz lädt um 19.30, 20.00 und 20.30 Uhr zu kostenlosen Führungen ein. Der Führungstreffpunkt befindet sich an der Wehrmauer am „Bolander“-Turm in der Straße „Im Saal“.




Vortrag von Prof. Dr. Gerd Althoff am 09.04.2019 um 19.00 Uhr im WBZ Ingelheim „Verhaltensstrategien der Bittsteller und Fürbitter, Vermittler und Verhandlungspartner am Hof des Königs oder Wie funktioniert Königsherrschaft in der Praxis

Rekonstruktion der Aula regia | © 

Bei königlichen Hoftagen traten der König und seine Berater sowie die Großen des Reiches zusammen und stellten einen Konsens in politischen, rechtlichen und militärischen Fragen her. Vor allem Chroniken und die Reichsannalen überliefern die Geschehnisse solcher Versammlungen und gewähren uns Einblicke in die Politik des Mittelalters. Doch was geschah hinter den Kulissen? Diese Treffen dienten nicht nur der Vernetzung, sondern boten den Getreuen des Regenten die Möglichkeit, Bitten, Anliegen und Forderungen an ihn heranzutragen. Die meisten davon waren informeller und vertraulicher Natur. Es waren hierbei Regeln zu beachten, die einen hohen Geltungsanspruch hatten, obgleich sie nirgendwo schriftlich fixiert waren. Sich auf diesem Feld sicher zu bewegen, war eine unabdingbare Voraussetzung für alle, die Einfluss auf die Politik des Herrschers ausüben wollten. Anhand konkreter überlieferter Beispiele wird Prof. Dr. Gerd Althoff, renommierter Experte für die Zeit des Früh- und Hochmittelalters der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, die Möglichkeiten und Grenzen der „Königsflüsterer“ des Mittelalters beleuchten. Mehr...






Sonderausstellung „Der charismatische Ort. Stationen der reisenden Könige im Mittelalter“

Forschungsstelle Kaiserpfalz | © 

Die Sonderausstellung „Der charismatische Ort. Stationen der reisenden Könige im Mittelalter“ wird das bislang in keiner Ausstellung betrachtete Phänomen des Versammlungswesens sowie die Herrschaftsorte des Mittelalters beleuchten. „Der charismatische Ort“, das ist die unter Karl dem Großen in Ingelheim erbaute Pfalz. Sie wurde nach antiken Vorbildern am Ende des 8. Jahrhunderts errichtet und spielte rund 300 Jahre lang eine zentrale Rolle für die mittelalterlichen Herrscher der Karolinger, Ottonen, und Salier. „Die Stationen“, das sind Herrscherorte, an denen sich die die höchsten Amts- und Würdenträger trafen, um in politischen, rechtlichen und militärischen Fragen Einigung zu erzielen, kurz: um Politik zu machen. So betrachtet ähnelten die mittelalterlichen Reichsversammlungen, Hoftage oder Synoden einem heutigen EU-Gipfel. Mehr...





Der Auftakt zu einer Kooperation zwischen der Forschungsstelle Kaiserpfalz Ingelheim und dem Römisch-Germanischen Zentralmuseum in Mainz - ein Fachkolloquium in Ingelheim diskutiert über Spätantike und Frühmittelalter

Fachkolloquium in Ingelheim | © 

Am 12. und 13. November 2018 fand im Ingelheimer Weiterbildungszentrum (WBZ) das Fachkolloquium „Siedlungsräume – Wirtschaftsregionen – Machtzentren“ statt. Die Forschungsstelle Kaiserpfalz und das Römisch-Germanische Zentralmuseum, Leibnitz-Forschungsinstitut für Archäologie (RGZM), hatten dazu in Kooperation mit der Pfalzenforschung Aachen – Ingelheim Wissenschaftler unterschiedlicher Fachgebiete eingeladen. Die Archäologen, Historiker und Kunsthistoriker kamen aus Aachen, Frankfurt am Main, Mainz, Mayen, Trier und Jena nach Ingelheim, um sich über den Stand ihrer Forschung auszutauschen, zu diskutieren und neue Fragestellungen zu entwickeln. Mehr...





Sonderführung "Karolingische Pracht und fremde Gäste"

Samstag, 20.10.2018, 14-16 Uhr, Museum bei der Kaiserpfalz und Saalgebiet

Die Interkulturelle Führung am 20.10.18 ist als Sonderführung dem Europäischen Kulturerbejahr "Sharing Heritage" gewidmet. Sie trägt den Titel "Karolingische Pracht und fremde Gäste" und beginnt im Museum bei der Kaiserpfalz. Von hier führt sie durch das Denkmalgebiet, das erstmalig durch drei 1:1-Rekonstruktionen von Bauausstattungen ergänzt wurde. Mehr...





Einmal Archäologe spielen: Die Sendung mit der Maus zu Gast bei der Ingelheimer Ausgrabung

Grabungsstelle Ottonenstraße 11 in Ingelheim | © 

Die Forschungsstelle und das Museum bei der Kaiserpfalz haben zum ersten Mal am „Türöffner-Tag“ der „Sendung mit der Maus“ teilgenommen. Die Veranstaltung gehört zum Programm des Europäischen Kulturerbejahres „Sharing Heritage“.

Bei der bundesweiten Maus-Aktion des WDR am Mittwoch, 3. Oktober konnten Kinder ab drei Jahren Lach- und Sachgeschichten live erleben. An insgesamt 785 Orten in ganz Deutschland öffneten sich Türen für Kinder, die sonst verschlossen sind. Mit dabei waren beispielsweise Sternwarten, Bauernhöfe, Teilchenbeschleuniger und sogar ein Virtual Reality-Labor. Mehr...







Freitag, 14.9.2018, 19 Uhr, Weiterbildungszentrum Ingelheim, Neuer Markt 3, 55218 Ingelheim am Rhein, Raum 101

Themenvortrag „Welterbe Pfalz – das Beispiel Aachen“


Den ersten von vier Expertenvorträgen, die in Kooperation mit dem Historischen Verein Ingelheim 2018/2019 stattfinden, hält der Leiter der Route Charlemagne, Prof. Frank Pohle, unter dem Titel „Welterbe Pfalz – das Beispiel Aachen“.
Die Pfalzen von Aachen und Ingelheim sind seit langem Orte historischer Selbstvergewisserung und touristischen Interesses. Sie sind in ihrem heutigen Erscheinungsbild inszenierte Denkmäler. In Aachen beginnt die Inszenierung der Pfalz in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und wurde durch die Aufnahme in die Liste des kulturellen Welterbes 1974 nochmals verstärkt. Welche Konsequenzen dies für das Denkmal selbst und seine gebaute und genutzte Umgebung hatte und hat, ist Thema dieses Vortrags.




Sonntag, 9.9.2018, 10-18 Uhr, Museum bei der Kaiserpfalz und Saalgebiet

Tag des offenen Denkmals


Der Tag des offenen Denkmals bietet auch in diesem Jahr Alt und Jung die Möglichkeit, den eigenen Forscherdrang zu entdecken. Das Areal der Kaiserpfalz lädt mit seinen vielfältigen Denkmalbereichen förmlich dazu ein. Im Rahmen des Kulturerbejahres wurden temporär 1:1-Rekonstruktionen wie etwa Wandmalerei, Säulennachbauten und Bodenmosaike aus Marmor im Denkmalbereich rekonstruiert. Das Baumaterial und seine unterschiedlichen Ursprungsorte, die im Rahmen einer speziellen Sonderbeschilderung erklärt werden, stehen dabei im Zentrum der Inszenierung.
Zusätzlich zu diesen spannenden Zeitfenstern bietet das Museum bei der Kaiserpfalz ein umfangreiches, kindgerechtes Programm an. Bei der Führung „Kinder führen Kinder“ um 11 Uhr, leiten aufgeweckte Kinderführer die Besucher durch das Museum (Ausgangsort) und das Saalgebiet. Unter pädagogischer Leitung können junge Besucher ab 11:30 Uhr in der Aula regia Workshops besuchen und dabei eine Riemenzunge in Metallfolie prägen, Kaiserpfalzmotive an einer Presse drucken und Elemente der Pfalz in Lego nachbauen. Schwerpunktführungen für Erwachsene zu den 1:1-Rekonstruktionen um 11 Uhr, 14 Uhr, 15 Uhr und 16 Uhr runden das Programm ab.
Der Eintritt und alle Angebote zum Tag des offenen Denkmals sind kostenfrei.


Heidesheimer Tor | © 


Kaiserpfalz Ingelheim nimmt am Europäischen Kulturerbejahr 2018 teil


Die Europäische Kommission hat für 2018 das Europäische Kulturerbejahr mit dem Motto „Sharing Heritage“, Kulturerbe teilen, ausgerufen. Im Fokus steht das Gemeinschaftliche und Verbindende der europäischen Kultur, „denn unser kulturelles Erbe erzählt uns unsere gemeinsame europäische Geschichte“ (Deutsches Nationalkomitee für Denkmalschutz).

34 Leitprojekte werden vom Bund mit insgesamt 3,6 Millionen Euro gefördert. Die Stadt Ingelheim erhält für den Beitrag „Vom Machtort zum Imaginationsort“ der Forschungsstelle Kaiserpfalz 100.000 Euro. In Planung ist eine Präsentation des Denkmals zum Thema „Austausch und Bewegung“. Mehr...





Deutscher Archäologiekongress zu Besuch in der Kaiserpfalz Ingelheim


Die Kaiserpfalz Forschungsstelle konnte eine Gruppe von Teilnehmern des 9. Deutschen Archäologiekongresses in der Kaiserpfalz begrüßen, der vom 3. bis 8. Juli in Mainz stattfand. Das Schwerpunktthema für den Kongress, bei dem sich 600 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz mit den unterschiedlichsten Themen der Archäologie auseinander setzten, lautete 2017 „Archäologie und Identität“. Mehr…





Kaiserpfalzmodell im Museum auf neusten Stand gebracht


Das Modell der Kaiserpfalz Ingelheim, das Teil der Dauerausstellung im Museum bei der Kaiserpfalz ist, wurde kürzlich überarbeitet und aktualisiert. Der Historische Verein stiftete das Modell im Jahr 2006 anlässlich seines 100jährigen Vereinsjubiläums. In den seither vergangenen 11 Jahren wurden bei den archäologischen Ausgrabungen der Forschungsstelle Kaiserpfalz neue Erkenntnisse zur Bauform der Pfalz gewonnen, die nun nachträglich in das Modell eingearbeitet wurden. Mehr…





Archäologische Ausgrabung Rotweinstraße 2017


Am 2. Juni hat eine neue archäologische Grabungskampagne auf dem merowingerzeitlichen Gräberfeld im Bereich Rotweinstraße, Stevenagestraße und Kreuzbergstraße begonnen. Die Ausgrabungen werden von der Forschungsstelle Kaiserpfalz der Stadt Ingelheim in Abstimmung mit den Eigentümern und der Landesarchäologie durchgeführt. Sie dienen der Erforschung des Gräberfeldes und dem Ziel, stadtplanerische Belange in Hinsicht auf eine spätere Bebauung zu unterstützen. Dies bedeutet, dass bereits lange bevor die Fläche für eine künftige Bebauung beplant und frei gegeben wird, die archäologischen Grabungen durchgeführt werden, um spätere Abläufe nicht zu verzögern. Mehr…





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