Logo der Kaiserpfalz IngelheimImpressionen aus der Kaiserpfalz: Archäologische Vermessungsarbeiten am Heidesheimer Tor | Luftbild der Saalkirche mit eingezeichnetem Rekonstruktionsmodell | Besucher auf dem Historischen Rundweg am Zuckerberg

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Inhalt:

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Aktuelles rund um die Kaiserpfalz



Forschungsstelle Kaiserpfalz: „SĂ€ulen der Macht“ eröffnet am Tag des offenen Denkmals

Die Forschungsstelle Kaiserpfalz Ingelheim eröffnet am „Tag des offenen Denkmals“ am 13.9. offiziell ihre PrĂ€sentation „Die SĂ€ulen der Macht. Mittelalterliche PalĂ€ste und die Reisewege der Könige“. Ingelheim fungiert als einer von mehreren Korrespondenzorten zur großen Landesausstellung „Die Kaiser und die SĂ€ulen ihrer Macht“, die ab dem 9.9. im Mainzer Landesmuseum zu sehen sein wird. Die Website zur Ingelheimer PrĂ€sentation ist unter der Adresse www.saeulen-der-macht-ingelheim.de bereits online, ein Info-Flyer ist ab sofort an den bekannten Stellen verfĂŒgbar.

Hauptbestandteil der Ingelheimer PrĂ€sentation sind Rekonstruktionen von Architekturelementen der Kaiserpfalz um 800 im Maßstab 1:1 im Denkmalbereich. Eine Sonderbeschilderung erlĂ€utert diese Rekonstruktionen an Ort und Stelle. DarĂŒber hinaus werden im Ingelheimer Winzerkeller sechs weitere Herrschaftsorte vorgestellt, die wie Ingelheim mit seiner Pfalz Karls des Großen im Mittelalter von großer Bedeutung waren, darunter Frankfurt, Oppenheim und die Burg Trifels.

Um in Corona-Zeiten grĂ¶ĂŸere Besuchergruppen zu vermeiden, beschrĂ€nkt die Forschungsstelle ihr FĂŒhrungsangebot am Tag des offenen Denkmals auf vier öffentliche, jeweils einstĂŒndige FĂŒhrungen (Uhrzeiten: 10.00, 11.15, 14.30 und 15.15 Uhr). Da die Teilnehmerzahl pro FĂŒhrung auf zehn Personen beschrĂ€nkt werden muss, ist eine vorherige Anmeldung im Besucherzentrum und Museum bei der Kaiserpfalz unbedingt erforderlich: Tel. 06132 714 701. Treffpunkt fĂŒr die FĂŒhrungen ist jeweils das Heidesheimer Tor im Denkmalbereich.

Der „Carolus“ des aktuellen Jahrgangs ist weiterhin erhĂ€ltlich bei der Tourist-Information Ingelheim, der Vinothek im Winzerkeller Ingelheim, im Museum bei der Kaiserpfalz sowie bei den beteiligten WeingĂŒtern.

Ebenfalls am Tag des offenen Denkmals stellt die Forschungsstelle ihr runderneuertes Medienangebot im und fĂŒr den Außenbereich der ArchĂ€ologischen Zone Kaiserpfalz zur VerfĂŒgung. Dazu gehören eine aktualisierte Beschilderung und ein darauf abgestimmtes neues Begleitheft fĂŒr den Historischen Rundweg. Zum neuen Konzept gehört als drittes Element die ĂŒberarbeitete neue Kaiserpfalz-App. Sie ist ebenfalls ab dem 13.9. online und bei Google Play und im AppStore kostenlos erhĂ€ltlich. Die App ergĂ€nzt Beschilderung und Begleitheft mit einem digitalen FĂŒhrer durch das Kaiserpfalzgebiet, der u. a. Hörtexte und Bildergalerien bereitstellt. Damit ist die Kaiserpfalz auch und besonders in Coronazeiten an jedem Ort und zu jeder Zeit digital erlebbar.

Einen besonderen Service bieten die Mitarbeiter*innen der Forschungsstelle allen Facebook-Nutzern: Sie stellen sich am 13.9. um 14.00 und 16.00 Uhr in einem Live-Chat bei Facebook den Fragen und Anregungen von Geschichts- und ArchÀologieinteressierten.

Ingelheim am Rhein, den 28.08.2020
André Madaus




„Carolus“-Winzer spenden 4.000 Euro an die Kaiserpfalz Ingelheim

Auf einem fĂŒr die PrĂ€sentation „Die SĂ€ulen der Macht“ rekonstruierten Fußboden am Heidesheimer Tor trafen sich zur Übergabe der Spende © 

Der Kaiserpfalzwein „Carolus – Der Karlswein“ ist ein beliebtes Mitbringsel fĂŒr Kaiserpfalz-Besucher und Einheimische, und wirbt als klassischer Ingelheimer SpĂ€tburgunder aus mittelalterlichen Weinlagen fĂŒr die Rotwein- und Karlsstadt Ingelheim. Die aktuell im Verkauf befindliche zweite Auflage des „Carolus – Der Karlswein“ ist – wie seine VorgĂ€nger – auf historisch belegten, mittelalterlichen Weinlagen Ingelheims gewachsen. So entstand ein vollmundiges RotweincuvĂ©e, das einen historischen Bezug zur Zeit Karls des Großen herstellt. Denn die Lagen, aus denen der „Carolus“ stammt, existierten bereits vor Jahrhunderten rund um die Ingelheimer Kaiserpfalz. Das Motiv der Ingelheimer GoldmĂŒnze Karls des Großen ziert das hochwertige Etikett.

Von jeder verkauften Flasche spenden die vierzehn am „Carolus“ beteiligten Ingelheimer Winzerinnen und Winzer Simone Adams, J. Bettenheimer, K. & K. Dautermann, GrĂ€ff-Schmitt, Hamm / Burgkirche, Sebastian Menk, Mett & Weidenbach, J. Neus, RotkĂ€ppchen, P. Chr. SaalwĂ€chter, Stritter, Julius Wasem & Söhne, Arndt F. Werner und Schloss Westerhaus einen Teil des Verkaufserlöses fĂŒr den Erhalt und die Erforschung der Kaiserpfalz.

Nun ĂŒbergaben die Winzer Julius Wasem, Thomas Werner und JĂŒrgen Mett stellvertretend fĂŒr die vierzehn beteiligten WeingĂŒter den bei der zweiten Auflage des „Carolus“ erwirtschafteten Spendenerlös an die Forschungsstelle Kaiserpfalz. BĂŒrgermeisterin und Kulturdezernentin Eveline Breyer und Dr. Britta Schulze-Böhm von der Forschungsstelle durften die beachtliche Summe von 4.000 Euro entgegennehmen. Die Spende wird dem Projekt zur Anschaffung eines Fernrohrs in die Vergangenheit zu Gute kommen, wie es bereits in der Aula regia eines gibt. „Die Spende wird einen Großteil der Anschaffungskosten abdecken, darĂŒber freuen wir uns sehr“, so Dr. Britta Schulze-Böhm. Eveline Breyer dankte den Winzern ebenfalls herzlich fĂŒr ihre Spende und fĂŒr ihr Engagement, sich an dem Gemeinschaftsprojekt „Carolus“ zu beteiligen, das ein einzigartiger Botschafter fĂŒr die Stadt Ingelheim ist. „Mit dem ,Carolus‘ ist die VerknĂŒpfung von Ingelheims bedeutendsten touristischen Merkmalen – dem Rotwein und der Kaiserpfalzhistorie – gelungen und beides in einem Produkt vereint. Ich freue mich, dass damit gemeinschaftlich ein attraktiver WerbetrĂ€ger geschaffen werden konnte, der den Namen der Kaiserpfalz und die QualitĂ€t des Ingelheimer Weines verbreitet“, so Breyer.

Der „Carolus“ des aktuellen Jahrgangs ist weiterhin erhĂ€ltlich bei der Tourist-Information Ingelheim, der Vinothek im Winzerkeller Ingelheim, im Museum bei der Kaiserpfalz sowie bei den beteiligten WeingĂŒtern.

Da bereits ein Großteil des „Carolus“ verkauft wurde, wird nun bereits die Produktion des nĂ€chsten Kaiserpfalzweins vorbereitet.




„SĂ€ulen der Macht“: Forschungsstelle Kaiserpfalz prĂ€sentiert PalĂ€ste des Mittelalters

Digitale Rekonstruktion des SĂ€ulengangs am Heidesheimer Tor © 

Mit der zweiteiligen PrĂ€sentation „SĂ€ulen der Macht – mittelalterliche PalĂ€ste und die Reisewege der Kaiser“ nimmt die Forschungsstelle Kaiserpfalz der Stadt Ingelheim vom 9. September 2020 bis 18. April 2021 herausragende Beispiele herrschaftlicher Architektur des Mittelalters in den Blick. AufwĂ€ndige Installationen im Denkmalbereich und eine PrĂ€sentation im Winzerkeller beleuchten sieben ausgewĂ€hlte Pfalzen im Rhein-Main-Gebiet. Als Kooperationspartner der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) ergĂ€nzt die Stadt Ingelheim mit ihrem Beitrag die rheinland-pfĂ€lzische Landesausstellung „Die Kaiser und die SĂ€ulen ihrer Macht“, die zeitgleich im Mainzer Landesmuseum zu sehen sein wird. „Die gute fachliche Vernetzung der Forschungsstelle bietet der Stadt Ingelheim immer wieder Chancen, ihr bedeutendes Kulturerbe Kaiserpfalz bundes- oder landesweit zu prĂ€sentieren“, betont Kulturdezernentin und BĂŒrgermeisterin Eveline Breyer.

Erstmals archÀologische PrÀsentation im Winzerkeller

Zum ersten Mal seit der Eröffnung des neu gestalteten Winzerkellers, in dem sich heute ein Restaurant, eine Vinothek und die Tourist-Info der Stadt befinden, werden dort archĂ€ologische Forschungsergebnisse einem breiten Publikum zugĂ€nglich gemacht. Im Innengarten des historischen GebĂ€udes werden auf acht als SĂ€ulen gestalteten InformationstrĂ€gern Herrschaftsorte vorgestellt, die im FrĂŒh- und Hochmittelalter die Königslandschaft zwischen Rhein, Main und Neckar geprĂ€gt haben: Die Pfalzen in Frankfurt, Gelnhausen, Trifels, Kaiserslautern, Oppenheim, Seligenstadt und Ingelheim spielten dabei auch eine tragende Rolle fĂŒr das Reisekönigtum dieser Epoche, in der die ReprĂ€sentation und Inszenierung von Macht in der Architektur besonders wichtig waren. Wissenswerte Informationen ĂŒber Baugeschichte, ArchĂ€ologie und aktuelle Forschungsergebnisse laden dazu ein, die DenkmĂ€ler und ihre Geschichte vor Ort zu entdecken. 

Wie ein mittelalterlicher Herrschaftsort aussah, kann man in Ingelheim besonders gut nachempfinden. Die unter Karl dem Großen um 800 errichtete Palastanlage gilt als wichtigstes kulturelles Erbe der Stadt und eines der bedeutendsten BaudenkmĂ€ler des FrĂŒhmittelalters. Der zweite Teil der PrĂ€sentation „SĂ€ulen der Macht“ findet deshalb in der ArchĂ€ologischen Zone Kaiserpfalz statt, wo maßstabsgetreue Rekonstruktionen wie die großflĂ€chige Wandbemalung in der Aula regia und der bunt gemusterte „Marmor“-Fußboden am Heidesheimer Tor einen Eindruck von der einstigen Pracht des karolingischen Palastes geben. Auch eine SĂ€ule, das Leitmotiv der Ausstellung, wird im Maßstab 1:1 und in ihrer ursprĂŒnglichen AusschmĂŒckung mit Kapitell in der ArchĂ€ologischen Zone zu sehen sein. Dank einer eigens fĂŒr die PrĂ€sentation installierten, reich bebilderten Sonderbeschilderung können sich Besucherinnen und Besucher ĂŒber die Pfalz des FrĂŒh- und Hochmittelalters umfassend informieren – eine Epoche, fĂŒr die Ingelheim als eines der am besten erforschten Beispiele gilt.




Aktuelle Informationen zu laufenden Grabungsprojekten

Liebe Besucher und Besucherinnen, Informationen zu aktuell laufenden Grabungen finden Sie hier




Aktuelle Information zur Corona-Krise

Ab Donnerstag, 14.5.20 werden einige Freibereiche im Kaiserpfalzgebiet wieder fĂŒr den Besucherverkehr geöffnet. Dies sind die Denkmalbereiche Aula regia (Karolingerstraße), Heidesheimer Tor (Zugang Zanggasse/Sebastian-MĂŒnster-Straße) sowie NordflĂŒgel mit Tastmodell (Zugang Sebastian-MĂŒnster-Straße). In diesen Denkmalbereichen ist jeweils nur eine begrenzte Anzahl von Besuchern gestattet. Bitte achten Sie auf diese maximale Besucherzahl sowie auf den einzuhaltenden Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Personen.

Alle anderen Denkmalbereiche mĂŒssen leider weiterhin geschlossen bleiben. Über Änderungen informieren wir Sie auch weiterhin an dieser Stelle.




Seltenes Hockgrab der Jungsteinzeit in Ingelheim – Hinweis auf die „ersten Ingelheimer“

Mayen zwischen dem spĂ€ten 7. und dem 9. Jahrhundert. Rekonstruktion eines Kugeltopfes aus Mayener Ware.| © 

Am 5. Juni hat das Team der Forschungsstelle Kaiserpfalz die archĂ€ologischen Ausgrabungen im „Gertrudenhof“ an der Ottonenstraße beendet. Jetzt wird dort mit der Errichtung einer Wohnanlage begonnen. „Die erhofften frĂŒhmittelalterlichen GrubenhĂ€user oder Baukonstruktionen kamen dabei zwar nicht ans Tageslicht, dafĂŒr aber eine kleine wissenschaftliche Sensation“, erklĂ€rt Kulturdezernentin und BĂŒrgermeisterin Eveline Breyer begeistert. „Wir haben damit wohl die ersten Ingelheimer entdeckt.“

Der etwa 0,37 Hektar große Gertrudenhof liegt zwischen der Pfalzanlage und der St. Remigiuskirche. Bis 2019 befand sich hier ein Weinberg. In unmittelbarer NĂ€he des Areals wurden schon frĂŒher bedeutende Entdeckungen aus der merowingischen Epoche (ca. 500–750 n. Chr.) gemacht. So fand man an mehreren Stellen zwischen 1994 und 2019 frĂŒh- bis spĂ€tmittelalterliche Baubefunde. Auch der berĂŒhmte Gold-Solidus mit dem Bildnis Karls des Großen wurde nicht weit von hier entdeckt. „Hier spielte sich also seit langem das Leben in Ingelheim ab. All dies ließ die Forscher vermuten, auf dem Gertrudenhof weitere Puzzleteile des mittelalterlichen Ingelheim aufdecken zu können“, meint Breyer.

ArchÀologischer Stadtkataster rettet Geschichte

Wie schon zuletzt bei der Grabung am GÀnsberg wurde auch der Gertrudenhof im Rahmen des Ingelheimer ArchÀologischen Stadtkatasters untersucht. Dieses Register erfasst Siedlungsspuren vergangener Epochen und ermöglicht es den Wissenschaftlern, FlÀchen mit zu erwartenden Funden in Absprache mit den jeweiligen Bauherren zu erforschen, bevor Zeugnisse vergangener Kulturen unbesehen verschwinden.

Die Bauunternehmung Karl GemĂŒnden GmbH & Co. KG stellte hierfĂŒr finanzielle UnterstĂŒtzung und einen Bagger zur VerfĂŒgung, um damit die obersten Schichten abzutragen, bevor sich die ArchĂ€ologen mit feinerem Werkzeug an die Arbeit machten. Bis Anfang Juni wurden so insgesamt 21 Grabungsschnitte mit einer GesamtflĂ€che von 2.500 m2 untersucht. Die dabei aufgedeckten Befunde wurden mit neuester Technik dokumentiert: Mit Kamera und Kameradrohne wurden Hunderte Fotos gemacht, aus denen sich hinterher am Computer exakte Modelle des GelĂ€ndes und der Befunde anfertigen lassen.

Überraschung am Ende der Grabung

Lange Zeit waren die Ergebnisse der Ausgrabungen nicht sonderlich spektakulĂ€r: Die ArchĂ€ologen fanden Drainagen, die wahrscheinlich schon seit dem Mittelalter zur EntwĂ€sserung der FlĂ€che angelegt wurden, sowie ehemalige Parzellengrenzen in Gestalt von Fundamentresten, die sich mit historischen Karten aus dem 19. Jhd. decken. Doch dann entpuppten sich mehrere Steinsetzungen im sĂŒdlichen Bereich des Areals als Hinterlassenschaften aus einer Zeit, die in Rheinhessen bislang eher selten dokumentiert werden konnte: Es handelt sich um insgesamt drei Grabstellen, die sich vermutlich der so genannten Schnurkeramik zuordnen lassen. Diese Kulturstufe beginnt am Ende der Jungsteinzeit etwa 2800 v Chr. und markiert den Übergang in die Bronzezeit.

FĂŒr die Datierung spricht insbesondere das außergewöhnlich gut erhaltene Skelett eines in Hocklage begrabenen Menschen, einer fĂŒr diese Zeit typischen Bestattungsform. Ob die ArchĂ€ologen mit ihrer Annahme richtigliegen, mĂŒssen weitere Untersuchungen an den Knochen zeigen. „Dieser Fund unterstreicht, wie wertvoll der ArchĂ€ologische Stadtkataster fĂŒr das VerstĂ€ndnis der Geschichte Ingelheims ist – ohne Kataster wĂ€ren diese frĂŒhen Spuren menschlicher Besiedlung unbeachtet und undokumentiert weggebaggert worden“, betont BĂŒrgermeisterin Breyer.

Forschungsgrabung an der Rotweinstraße wird fortgesetzt

Der ArchĂ€ologische Kataster Ingelheims erwies sich schon bei den Ausgrabungen am „GĂ€nsberg“ (2017–2020) als großer GlĂŒcksfall fĂŒr die Stadt: Auf der etwa zwei Fußballfelder großen FlĂ€che, auf der inzwischen moderne WohngebĂ€ude errichtet wurden, konnten die ArchĂ€ologen 195 Befunde aus Bronzezeit, Römerzeit und FrĂŒhmittelalter sowie zahllose Einzelfunde aus diesen Epochen dokumentieren. Auf der Grundlage von GebĂ€udespuren vom „GĂ€nsberg“ wurde erstmals fĂŒr Ingelheim eine 3D-Rekonstruktion eines merowingischen Gehöfts angefertigt, die einen Eindruck vom Leben in dieser Zeit gibt.

In den kommenden Sommermonaten widmet sich die Forschungsstelle wieder der mehrjĂ€hrig angelegten Forschungsgrabung auf dem ReihengrĂ€berfeld Rotweinstraße. Auch hier gab es zuletzt spannende Funde: In zwei merowingischen GrĂ€bern fanden die ArchĂ€ologen goldene bzw. vergoldete MĂŒnzbeigaben, die Aussagen ĂŒber das Alter der GrĂ€ber und den sozialen Status der dort bestatteten Personen ermöglichen.

Ingelheim am Rhein, den 5.6.2020
André Madaus



RĂŒckblick


Ein Jahr in die Forschungsstelle Kaiserpfalz hereinschnuppern
Der Bewerbungszeitraum fĂŒr das FSJ Kultur hat gestartet

Im FSJ Kultur gibt es die Möglichkeit, die Arbeit in kulturellen Einrichtungen hinter den Kulissen kennen zu lernen und das Jahr darĂŒber hinaus zur persönlichen Orientierung zu nutzen. Auch in der Forschungsstelle Kaiserpfalz Ingelheim ist ein solches Freiwilliges Soziales Jahr mit Start zum September 2020 möglich.

Die Freiwilligen erhalten in dieser Zeit Einblicke in alle Arbeitsbereiche der Forschungsstelle. Sie reichen von Mithilfe bei der Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsorganisation ĂŒber Ausstellungsvorbereitungen bis zu inhaltlichen Recherchen rund um das Thema Mittelalter und seiner Vermittlung. Bei Interesse haben die Freiwilligen auch die Möglichkeit, regelmĂ€ĂŸig an den archĂ€ologischen Ausgrabungen im Stadtgebiet teilzunehmen. Einen besonders engen Kontakt mit den archĂ€ologischen Funden bietet die Mitarbeit im Fundarchiv, wo jedes FundstĂŒck gereinigt, dokumentiert und archiviert wird.

Gemeinsam erstellen wir mit den Freiwilligen ein Aufgabenspektrum, das ihnen in dem Jahr möglichst viele Einblicke ermöglicht, die zur Berufsorientierung dienen können.

Als Freiwillige*r erhÀlt man ein monatliches Taschengeld, ist sozialversichert und nimmt an verschiedenen Seminaren teil. In diesen werden fachspezifische Kompetenzen vermittelt und durch den Austausch mit anderen Freiwilligen die persönliche Entwicklung und berufliche Orientierung gestÀrkt. Zudem wird das FSJ Kultur als Praxisteil bei der Erlangung der Fachhochschulreife anerkannt (vorausgesetzt, der schulische Teil wurde bereits im Gymnasium nach Klasse 12 erworben).

Bis zum 15. MĂ€rz 2020 können Interessierte sich online fĂŒr unsere und bis zu 7 weitere Stellen bewerben. Das Bewerbungsverfahren lĂ€uft ĂŒber das KulturbĂŒro Rheinland-Pfalz unter www.fsjkultur-rlp.de oder Tel: 02621/62315-0. FĂŒr inhaltliche Fragen zum FSJ in der Forschungsstelle Kaiserpfalz wenden Sie sich gerne direkt an die Forschungsstelle: britta.schulze-boehm@ingelheim.de




Eine Ausstellung geht zu Ende – der charismatische Ort bleibt Finissage der Sonderausstellung „Der charismatische Ort. Stationen der reisenden Könige im Mittelalter“

Mayen zwischen dem spĂ€ten 7. und dem 9. Jahrhundert. Rekonstruktion eines Kugeltopfes aus Mayener Ware.| © 

400 Jahre Geschichtsschreibung, 200 Exponate, 18 Monate Vorbereitung - am 20.11.2019 wird die Sonderausstellung „Der charismatische Ort. Stationen der reisenden Könige im Mittelalter“ der Stadt Ingelheim, Forschungsstelle Kaiserpfalz, zum letzten Mal von 10 – 17 Uhr geöffnet sein. Im Kunstforum Ingelheim – Altes Rathaus können die Besucher*innen die Geschichte eines Herrschaftsortes am Beispiel Ingelheim erleben. Repliken der Reichsinsignien, der sogenannte Dagobert-Thron und echte Gastgeschenke aus Seide und Elfenbein fĂŒhren die Machtdemonstration der damaligen Zeit vor Augen. Originaler Bauschmuck aus Brescia reprĂ€sentiert eindrucksvoll den Ursprung des Baustils der Ingelheimer Pfalz. Der goldener Cappenberger Barbarossakopf und mittelalterliche Fake-News bezeugen die Legendenbildung, die sich ab dem 12. Jahrhundert um diesen charismatischen Ort bilden. Auch Dank der Sponsoren J. Molitor Immobilien GmbH, Sparkasse Rhein-Nahe, Mainzer Volksbank und Rheinhessische Energie- und Wasserversorgungs-GmbH konnte diese Ausstellung so erfolgreich gelingen.

Im Rahmen der Finissage am 22.11.2019 um 18 Uhr fĂŒhren die Mitarbeiter der Forschungsstelle ihre GĂ€ste zu ausgewĂ€hlten Exponaten. So erhalten die Besucher*innen aus erster Hand Informationen zu den Objekten aus den unterschiedlichen Fachrichtungen. Denn die Forschungsstelle vereint ArchĂ€ologen, Kunsthistoriker, Architekten und Kulturwissenschaftler unter einem Dach. Ebenso disziplinĂŒbergreifend beleuchtet das reich bebilderte Begleitheft zur Ausstellung die Themen und Exponate und wird auch nach Laufzeitende in der Buchhandlung Wagner Ingelheim noch erhĂ€ltlich sein.

WĂ€hrend die Logistik des Abbaus im Kunstforum Ingelheim – Altes Rathaus zurzeit geplant wird, entsteht bereits das Konzept fĂŒr die nĂ€chste PrĂ€sentation, denn die Kaiserpfalz inspiriert als charismatischer Ort auch weiterhin zu besonderen Ausstellungen. Im kommenden Herbst wird die Forschungsstelle der Stadt Ingelheim an der Landesausstellung Rheinland-Pfalz „Die Kaiser und die SĂ€ulen ihrer Macht“ mit Leihgaben fĂŒr Mainz sowie einer PrĂ€sentation in Ingelheim mitwirken. Denn Pfalzen kam in der ambulanten Herrschaftspraxis des Mittelalters als palastartige Versammlungsorte eine tragende Rolle bei der AusĂŒbung der Macht zu. Im Saalgebiet verhelfen 1:1-Rekonstruktionen von Architekturelementen dem Erscheinungsbild der Ruine zu besonderer Anschaulichkeit. Damit wird das Denkmal als authentischer Ort inszeniert.

Die Ausstellung Sonderausstellung „Der charismatische Ort. Stationen der reisenden Könige im Mittelalter“ lĂ€uft noch bis zum 20.11.2019 und ist von Di-So, 10-17 Uhr geöffnet. Zur Finissage am 22.11.2019 um 18 Uhr im Kunstforum Ingelheim – Altes Rathaus lĂ€dt die Forschungsstelle der Stadt Ingelheim herzlich ein. „SĂ€ulen der Macht – Mittelalterliche PalĂ€ste und die Reisewege der Kaiser“ wird ab Herbst 2020 zu sehen sein.




Einladung zum Fachkolloquium in Mayen

Wirtschaftsaspekte in SpĂ€tantike und FrĂŒhmittelalter Warenversorgung – Handelskontakte – Chronologieprobleme

Mayen zwischen dem spĂ€ten 7. und dem 9. Jahrhundert. Rekonstruktion eines Kugeltopfes aus Mayener Ware.| © 

Betrachtungen zu WirtschaftsrĂ€umen und ihren vielschichtigen funktionalen Verflechtungen entwickeln sich fĂŒr die Forschung zu außergewöhnlich effektiven Möglichkeiten, um RĂŒckschlĂŒsse auf den in der Vergangenheit auftretenden ĂŒberregionalen Handel und zudem auf die sozio-ökonomischen und historisch-kulturellen LebensumstĂ€nde der Menschen in ihrem jeweiligen Umfeld und WirtschaftsgefĂŒge abzuleiten.

Dieser Eindruck wurde im Rahmen der jĂŒngst von der Forschungsstelle Kaiserpfalz in Ingelheim und dem Römisch-Germanischen Zentralmuseum eingegangenen Kooperation bei einem im November 2018 in Ingelheim durchgefĂŒhrten interdisziplinĂ€ren Fachkolloquium erneut deutlich vor Augen gefĂŒhrt. Die dort vorgestellten BeitrĂ€ge widmeten sich fĂŒr die ZeitrĂ€ume der römischen Antike und des Mittelalters den Themenschwerpunkten SiedlungsrĂ€ume – Wirtschaftsregionen – Machtzentren. Hierbei wurden die VerknĂŒpfungen und die Wechselwirkungen dieser Hauptaspekte immer wieder prĂ€sent. Das damals gewonnene Bild soll nun bei einem zweiten, wieder von beiden Institutionen in Kooperation mit dem Arbeitskreis Pfalzenforschung Aachen-Ingelheim ausgerichteten Fachkolloquium erweitert und vertieft werden.

In Mayen wird verstĂ€rkt auf Wirtschaftsaspekte und Handelsfragen eingegangen. Sowohl die Versorgung von stĂ€dtischen Ansiedlungen mit Waren als auch jene von lĂ€ndlichen RĂ€umen oder kleineren Siedlungseinheiten aus den ProduktionsstĂ€tten werden thematisiert. Neben der Keramik sind hierbei auch AusfĂŒhrungen zu anderen Materialgruppen wie etwa Glas oder Metall vorgesehen. Gerade fĂŒr das 5. wie auch das 8. Jahrhundert bestehen bis in die heutige Zeit bei der chronologischen Ansprache von Funden und Befunden Probleme. Oft liegen die Datierungen von vergleichbarem Fundgut weit voneinander entfernt. Dieser Teilaspekt wird in den Referaten als Diskussionsbasis angesprochen.

UnterstĂŒtzt von der Fritz Thyssen Stiftung:

Eine TeilnahmebestÀtigung senden Sie bitte bis zum 11. November 2019 an folgende Adressen:
Matylda.Gierszewska-Noszczynska@ingelheim.de
Grunwald@rgzm.de


Weitere Informationen:


Tag des offenen Denkmals in der Kaiserpfalz Ingelheim

Am Sonntag, 8. September 2019 heißt es auch in Ingelheim wieder: Geschichte hautnah erleben! Die Forschungsstelle Kaiserpfalz Ingelheim öffnet an diesem Tag die TĂŒren zu einem kostenlosen Besuch der aktuellen Sonderausstellung „Der charismatische Ort. Stationen der reisenden Könige im Mittelalter“. Die Ausstellung befindet sich im Kunstforum Ingelheim – Altes Rathaus und ist von 10.00 – 17.00 Uhr geöffnet. Kostenlose FĂŒhrungen fĂŒr Erwachsene und Kinder werden von den GĂ€stefĂŒhrerinnen und GĂ€stefĂŒhrern sowie vom Team der MuseumspĂ€dagogik angeboten.

Am Nachmittag erwartet Kinder im Grundschulalter eine Schnitzeljagd durch die Kaiserpfalz, an deren Ende sie eine kleine Belohnung mit nach Hause nehmen dĂŒrfen. In der Aula bietet ein großer Thron die perfekte Kulisse fĂŒr das Foto „Einmal Kaiser sein“.

An der St. Remigiuskirche wird es in Verbindung mit der Sonderausstellung ebenfalls FĂŒhrungen zu den erst kĂŒrzlich der Öffentlichkeit vorgestellten, spektakulĂ€ren Funden im neu sanierten Turm geben.

Programm Tag des offenen Denkmals in der Kaiserpfalz Ingelheim:


Sonderausstellung „Der charismatische Ort. Stationen der reisenden Könige im Mittelalter“, Kunstforum Ingelheim – Altes Rathaus, Francois-Lachenal-Platz 1
Museum bei der Kaiserpfalz bei freiem Eintritt geöffnet von 10.00-18.00 Uhr


Museum bei der Kaiserpfalz bei freiem Eintritt geöffnet von 10.00-18.00 Uhr




Die grĂ¶ĂŸte Kraft des Reichs. Die mittelalterlichen Kaiser und der Raum am Rhein

Vortrag von Prof. Dr. Bernd SchneidmĂŒller am 13. Juni, um 19.00 Uhr, im WBZ, Neuer Markt 3, 55218 Ingelheim am Rhein

Rekonstruktion der Aula regia | © 

Zur Einstimmung der im August beginnenden Sonderausstellung „Der charismatische Ort – Stationen der reisenden Könige im Mittelalter“ betrachtet der Historiker Prof. Dr. Bernd SchneidmĂŒller (Ruprecht-Karls-UniversitĂ€t Heidelberg) in seinem Vortrag eine der bedeutendsten Kulturlandschaften Europas: Seit der Herrschaft Karls des Großen entwickelte sich das Land links und rechts des Rheins zwischen Köln, Basel, Trier und Frankfurt von einer einstigen Grenzregion zum weltlichen und geistlichen Zentrum des Heiligen Römischen Reichs. Bernd SchneidmĂŒller, einer der renommiertesten deutschen Mittelalter-Experten, zeichnet die Geschichte dieser Region und ihrer wichtigsten Protagonisten vom 8. bis in das 14. Jahrhundert nach und unterstreicht die Worte des Geschichtsschreibers Bischof Otto von Freising, der den Raum am Rhein im 12. Jahrhundert als „grĂ¶ĂŸte Kraft des Reichs“ bezeichnete. Insbesondere Mainz, Worms und Speyer galten ĂŒber Jahrhunderte als „Wiege der Gelehrsamkeit“, wozu vor allem die jĂŒdischen Gemeinden dieser StĂ€dte wesentlich beitrugen.

Der Vortrag von Prof. Dr. Bernd SchneidmĂŒller im WBZ ist eine gemeinsame Veranstaltung der Stadt Ingelheim, Forschungsstelle Kaiserpfalz, und des Historischen Vereins Ingelheim e.V. Der Eintritt ist frei.

Sonderausstellung „Der charismatische Ort. Stationen der reisenden Könige im Mittelalter“ Vom 20. August bis zum 20. November können Besucher*innen im „Kunstforum Ingelheim – Altes Rathaus“ in die Welt des Mittelalters eintauchen.

Der Flyer zur Ausstellung ist bei der Stadtverwaltung, der Mediathek, im Weiterbildungszentrum und an vielen weiteren Orten erhÀltlich.




Nacht der Kunst am 24. Mai 2019

Am Freitag, 24. Mai findet wieder die Nacht der Kunst statt, einem von Boehringer Ingelheim initiierten Fest auf dem auf dem François-Lachenal-Platz vor dem Kunstforum Ingelheim - Altes Rathaus in Nieder-Ingelheim.

uch die Kaiserpfalz Ingelheim im benachbarten Saalgebiet ist anlĂ€sslich der Nacht der Kunst wieder bis Mitternacht geöffnet und illuminiert. Stimmungsvolle Lichtspiele und eine begleitende Soundkulisse setzen die Aula regia und das Heidesheimer Tor passend zur diesjĂ€hrigen Sonderausstellung „Der charismatische Ort. Stationen der reisenden Könige im Mittelalter“ in Szene, welche die Forschungsstelle Kaiserpfalz vom 20. August bis 20. November 2019 im Kunstforum Ingelheim – Altes Rathaus zeigt.

Die Forschungsstelle Kaiserpfalz lĂ€dt um 19.30, 20.00 und 20.30 Uhr zu kostenlosen FĂŒhrungen ein. Der FĂŒhrungstreffpunkt befindet sich an der Wehrmauer am „Bolander“-Turm in der Straße „Im Saal“.




Vortrag von Prof. Dr. Gerd Althoff am 09.04.2019 um 19.00 Uhr im WBZ Ingelheim „Verhaltensstrategien der Bittsteller und FĂŒrbitter, Vermittler und Verhandlungspartner am Hof des Königs oder Wie funktioniert Königsherrschaft in der Praxis

Rekonstruktion der Aula regia | © 

Bei königlichen Hoftagen traten der König und seine Berater sowie die Großen des Reiches zusammen und stellten einen Konsens in politischen, rechtlichen und militĂ€rischen Fragen her. Vor allem Chroniken und die Reichsannalen ĂŒberliefern die Geschehnisse solcher Versammlungen und gewĂ€hren uns Einblicke in die Politik des Mittelalters. Doch was geschah hinter den Kulissen? Diese Treffen dienten nicht nur der Vernetzung, sondern boten den Getreuen des Regenten die Möglichkeit, Bitten, Anliegen und Forderungen an ihn heranzutragen. Die meisten davon waren informeller und vertraulicher Natur. Es waren hierbei Regeln zu beachten, die einen hohen Geltungsanspruch hatten, obgleich sie nirgendwo schriftlich fixiert waren. Sich auf diesem Feld sicher zu bewegen, war eine unabdingbare Voraussetzung fĂŒr alle, die Einfluss auf die Politik des Herrschers ausĂŒben wollten. Anhand konkreter ĂŒberlieferter Beispiele wird Prof. Dr. Gerd Althoff, renommierter Experte fĂŒr die Zeit des FrĂŒh- und Hochmittelalters der WestfĂ€lischen Wilhelms-UniversitĂ€t MĂŒnster, die Möglichkeiten und Grenzen der „KönigsflĂŒsterer“ des Mittelalters beleuchten. Mehr...






Sonderausstellung „Der charismatische Ort. Stationen der reisenden Könige im Mittelalter“

Forschungsstelle Kaiserpfalz | © 

Die Sonderausstellung „Der charismatische Ort. Stationen der reisenden Könige im Mittelalter“ wird das bislang in keiner Ausstellung betrachtete PhĂ€nomen des Versammlungswesens sowie die Herrschaftsorte des Mittelalters beleuchten. „Der charismatische Ort“, das ist die unter Karl dem Großen in Ingelheim erbaute Pfalz. Sie wurde nach antiken Vorbildern am Ende des 8. Jahrhunderts errichtet und spielte rund 300 Jahre lang eine zentrale Rolle fĂŒr die mittelalterlichen Herrscher der Karolinger, Ottonen, und Salier. „Die Stationen“, das sind Herrscherorte, an denen sich die die höchsten Amts- und WĂŒrdentrĂ€ger trafen, um in politischen, rechtlichen und militĂ€rischen Fragen Einigung zu erzielen, kurz: um Politik zu machen. So betrachtet Ă€hnelten die mittelalterlichen Reichsversammlungen, Hoftage oder Synoden einem heutigen EU-Gipfel. Mehr...





Der Auftakt zu einer Kooperation zwischen der Forschungsstelle Kaiserpfalz Ingelheim und dem Römisch-Germanischen Zentralmuseum in Mainz - ein Fachkolloquium in Ingelheim diskutiert ĂŒber SpĂ€tantike und FrĂŒhmittelalter

Fachkolloquium in Ingelheim | © 

Am 12. und 13. November 2018 fand im Ingelheimer Weiterbildungszentrum (WBZ) das Fachkolloquium „SiedlungsrĂ€ume – Wirtschaftsregionen – Machtzentren“ statt. Die Forschungsstelle Kaiserpfalz und das Römisch-Germanische Zentralmuseum, Leibnitz-Forschungsinstitut fĂŒr ArchĂ€ologie (RGZM), hatten dazu in Kooperation mit der Pfalzenforschung Aachen – Ingelheim Wissenschaftler unterschiedlicher Fachgebiete eingeladen. Die ArchĂ€ologen, Historiker und Kunsthistoriker kamen aus Aachen, Frankfurt am Main, Mainz, Mayen, Trier und Jena nach Ingelheim, um sich ĂŒber den Stand ihrer Forschung auszutauschen, zu diskutieren und neue Fragestellungen zu entwickeln. Mehr...





SonderfĂŒhrung "Karolingische Pracht und fremde GĂ€ste"

Samstag, 20.10.2018, 14-16 Uhr, Museum bei der Kaiserpfalz und Saalgebiet

Die Interkulturelle FĂŒhrung am 20.10.18 ist als SonderfĂŒhrung dem EuropĂ€ischen Kulturerbejahr "Sharing Heritage" gewidmet. Sie trĂ€gt den Titel "Karolingische Pracht und fremde GĂ€ste" und beginnt im Museum bei der Kaiserpfalz. Von hier fĂŒhrt sie durch das Denkmalgebiet, das erstmalig durch drei 1:1-Rekonstruktionen von Bauausstattungen ergĂ€nzt wurde. Mehr...





Einmal Archäologe spielen: Die Sendung mit der Maus zu Gast bei der Ingelheimer Ausgrabung

Grabungsstelle Ottonenstraße 11 in Ingelheim | © 

Die Forschungsstelle und das Museum bei der Kaiserpfalz haben zum ersten Mal am „TĂŒröffner-Tag“ der „Sendung mit der Maus“ teilgenommen. Die Veranstaltung gehört zum Programm des EuropĂ€ischen Kulturerbejahres „Sharing Heritage“.

Bei der bundesweiten Maus-Aktion des WDR am Mittwoch, 3. Oktober konnten Kinder ab drei Jahren Lach- und Sachgeschichten live erleben. An insgesamt 785 Orten in ganz Deutschland öffneten sich TĂŒren fĂŒr Kinder, die sonst verschlossen sind. Mit dabei waren beispielsweise Sternwarten, Bauernhöfe, Teilchenbeschleuniger und sogar ein Virtual Reality-Labor. Mehr...







Freitag, 14.9.2018, 19 Uhr, Weiterbildungszentrum Ingelheim, Neuer Markt 3, 55218 Ingelheim am Rhein, Raum 101

Themenvortrag „Welterbe Pfalz – das Beispiel Aachen“


Den ersten von vier ExpertenvortrĂ€gen, die in Kooperation mit dem Historischen Verein Ingelheim 2018/2019 stattfinden, hĂ€lt der Leiter der Route Charlemagne, Prof. Frank Pohle, unter dem Titel „Welterbe Pfalz – das Beispiel Aachen“.
Die Pfalzen von Aachen und Ingelheim sind seit langem Orte historischer Selbstvergewisserung und touristischen Interesses. Sie sind in ihrem heutigen Erscheinungsbild inszenierte DenkmĂ€ler. In Aachen beginnt die Inszenierung der Pfalz in der zweiten HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts und wurde durch die Aufnahme in die Liste des kulturellen Welterbes 1974 nochmals verstĂ€rkt. Welche Konsequenzen dies fĂŒr das Denkmal selbst und seine gebaute und genutzte Umgebung hatte und hat, ist Thema dieses Vortrags.




Sonntag, 9.9.2018, 10-18 Uhr, Museum bei der Kaiserpfalz und Saalgebiet

Tag des offenen Denkmals


Der Tag des offenen Denkmals bietet auch in diesem Jahr Alt und Jung die Möglichkeit, den eigenen Forscherdrang zu entdecken. Das Areal der Kaiserpfalz lÀdt mit seinen vielfÀltigen Denkmalbereichen förmlich dazu ein. Im Rahmen des Kulturerbejahres wurden temporÀr 1:1-Rekonstruktionen wie etwa Wandmalerei, SÀulennachbauten und Bodenmosaike aus Marmor im Denkmalbereich rekonstruiert. Das Baumaterial und seine unterschiedlichen Ursprungsorte, die im Rahmen einer speziellen Sonderbeschilderung erklÀrt werden, stehen dabei im Zentrum der Inszenierung.
ZusĂ€tzlich zu diesen spannenden Zeitfenstern bietet das Museum bei der Kaiserpfalz ein umfangreiches, kindgerechtes Programm an. Bei der FĂŒhrung „Kinder fĂŒhren Kinder“ um 11 Uhr, leiten aufgeweckte KinderfĂŒhrer die Besucher durch das Museum (Ausgangsort) und das Saalgebiet. Unter pĂ€dagogischer Leitung können junge Besucher ab 11:30 Uhr in der Aula regia Workshops besuchen und dabei eine Riemenzunge in Metallfolie prĂ€gen, Kaiserpfalzmotive an einer Presse drucken und Elemente der Pfalz in Lego nachbauen. SchwerpunktfĂŒhrungen fĂŒr Erwachsene zu den 1:1-Rekonstruktionen um 11 Uhr, 14 Uhr, 15 Uhr und 16 Uhr runden das Programm ab.
Der Eintritt und alle Angebote zum Tag des offenen Denkmals sind kostenfrei.


Heidesheimer Tor | © 


Kaiserpfalz Ingelheim nimmt am Europäischen Kulturerbejahr 2018 teil


Die Europäische Kommission hat für 2018 das Europäische Kulturerbejahr mit dem Motto „Sharing Heritage“, Kulturerbe teilen, ausgerufen. Im Fokus steht das Gemeinschaftliche und Verbindende der europäischen Kultur, „denn unser kulturelles Erbe erzählt uns unsere gemeinsame europäische Geschichte“ (Deutsches Nationalkomitee für Denkmalschutz).

34 Leitprojekte werden vom Bund mit insgesamt 3,6 Millionen Euro gefördert. Die Stadt Ingelheim erhält für den Beitrag „Vom Machtort zum Imaginationsort“ der Forschungsstelle Kaiserpfalz 100.000 Euro. In Planung ist eine Präsentation des Denkmals zum Thema „Austausch und Bewegung“. Mehr...





Deutscher Archäologiekongress zu Besuch in der Kaiserpfalz Ingelheim


Die Kaiserpfalz Forschungsstelle konnte eine Gruppe von Teilnehmern des 9. Deutschen Archäologiekongresses in der Kaiserpfalz begrüßen, der vom 3. bis 8. Juli in Mainz stattfand. Das Schwerpunktthema für den Kongress, bei dem sich 600 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz mit den unterschiedlichsten Themen der Archäologie auseinander setzten, lautete 2017 „Archäologie und Identität“. Mehr






Kaiserpfalzmodell im Museum auf neusten Stand gebracht


Das Modell der Kaiserpfalz Ingelheim, das Teil der Dauerausstellung im Museum bei der Kaiserpfalz ist, wurde kürzlich überarbeitet und aktualisiert. Der Historische Verein stiftete das Modell im Jahr 2006 anlässlich seines 100jährigen Vereinsjubiläums. In den seither vergangenen 11 Jahren wurden bei den archäologischen Ausgrabungen der Forschungsstelle Kaiserpfalz neue Erkenntnisse zur Bauform der Pfalz gewonnen, die nun nachträglich in das Modell eingearbeitet wurden. Mehr






Archäologische Ausgrabung Rotweinstraße 2017


Am 2. Juni hat eine neue archäologische Grabungskampagne auf dem merowingerzeitlichen Gräberfeld im Bereich Rotweinstraße, Stevenagestraße und Kreuzbergstraße begonnen. Die Ausgrabungen werden von der Forschungsstelle Kaiserpfalz der Stadt Ingelheim in Abstimmung mit den Eigentümern und der Landesarchäologie durchgeführt. Sie dienen der Erforschung des Gräberfeldes und dem Ziel, stadtplanerische Belange in Hinsicht auf eine spätere Bebauung zu unterstützen. Dies bedeutet, dass bereits lange bevor die Fläche für eine künftige Bebauung beplant und frei gegeben wird, die archäologischen Grabungen durchgeführt werden, um spätere Abläufe nicht zu verzögern. Mehr






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Der Solidus Karls des Großen: Vorder- und Rückseite der Goldmünze

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