Logo der Kaiserpfalz IngelheimImpressionen aus der Forschungsstelle: Ausgrabungsarbeiten am Heidesheimer Tor | Utensilien zur Freilegung von Bodenfunden | Analyse und Dokumentation der Fundstücke

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Pressemitteilungen

Tag des offenen Denkmals 2006



 

Beim „Tag des offenen Denkmals“ am 10. September 2006 haben zahlreiche Besucher die Gelegenheit genutzt, sich über die aktuellen Entwicklungen im Kaiserpfalzgebiet zu informieren. Sie erhielten während der dreiteiligen Führungen Erläuterungen zu den laufenden Ausgrabungen auf dem „Saalplatz“, zur Fundbearbeitung und zu den Baumaßnahmen am „Heidesheimer Tor“. Der „Saalplatz“ befindet sich vor dem „Heidesheimer Tor“, von ihm zweigen die Sebastian-Münster-Straße, die Zanggasse und die Karolingerstraße ab. Die Ziele der dortigen Grabungen sind die wissenschaftliche Untersuchung des archäologischen Befunds, die Mauersicherung und Gebäudesanierung sowie die denkmalgerechte Neugestaltung.

Matylda Gierszewska-Noszczyńska erklärt einer Besuchergruppe die aktuellen Grabungsergebnisse. Matylda Gierszewska-Noszczyńska erklärt einer Besuchergruppe die aktuellen Grabungsergebnisse. | © 

Matylda Gierszewska-Noszczyńska, eine der beiden Grabungsleiter, erklärte zu Beginn einer Führung zuerst die Forschungsgeschichte des sogenannten „Karlsbads“ (heute genannt Bassin der Fernwasserleitung) im Zusammenhang mit den aktuellen Grabungen. Schon Christian Rauch hatte 1910 die dortigen Mauern ausgegraben, und auch in den 70er Jahren wurde der Boden an dieser Stelle von Uta Wengenroth-Weimann und Professor Walter Sage untersucht. Durch diese beiden Grabungen ging die Stratigraphie rund um die Mauern verloren, das heißt die Abfolge der historischen Bodenschichten. Bei der Grabungskampagne 2006, bei der man die Verbindungen der Mauern zueinander untersucht, haben die Archäologen die Grabungsfläche vergrößert. So konnten sie die Schichten außerhalb des alten Grabungsbereichs aufdecken. In Zukunft soll das „Karlsbad“ einmal für Besucher begehbar sein.

Danach konnte man mit Eva Wacha hinter die Kulissen der Fundbearbeitung und Archivarbeit schauen. Sie zeigte den Besuchern Fundstücke wie zum Beispiel ganze Gefäße, Marmor oder Putz mit bemalter Oberfläche, die sie auch in die Hand nehmen konnten. Auch bekamen sie ungewaschene Funde aus der laufenden Grabung zu sehen. Die Archäologin erklärte außerdem die Aufarbeitung des Fundmaterials im Winter, bei der die Stücke gereinigt und katalogisiert werden, und eine Waren- und Zeitbestimmung vorgenommen wird.

Der dritte Teil der Führung beschäftigte sich mit der Entwicklung der Baustelle am „Heidesheimer Tor“. Katharina Peisker, die Architektin der Forschungsstelle, zeigte den Interessierten das künftige Präsentationshaus von innen, in dem nach Abschluss der Arbeiten im Jahr 2007 eine Ausstellung zu sehen sein soll, die sich mit der Pfalz zu Zeiten der Staufer beschäftigt. Das Haus ist angebaut an historisches Mauerwerk, welches später als Bruchsteinmauerwerk sichtbar sein wird. Die modernen Mauern werden verputzt, um den Unterschied zwischen historisch und neuzeitlich deutlich zu machen. Im Bereich des „Heidesheimer Tores“ ist außerdem ein „archäologisches Fenster“ geplant. Das heißt, dass das Gelände im Freien um 1,50 Meter auf historisches Niveau abgesenkt und begehbar gemacht wird, zusätzlich werden alte Mauerreste auf der Fläche zu sehen sein. So werden die Besucher auf dem Bodenniveau Karls des Großen einen Teil der Pfalz erkunden können.

Bildergalerie: Tag des offenen Denkmals 2006

Interessante Bilder des Tags des offenen Denkmals 2006 haben wir an dieser Stelle für sie zusammengestellt. Bitte klicken Sie auf die Bilder, um eine große Ansicht zu erhalten.

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Der Solidus Karls des Großen: Vorder- und Rückseite der Goldmünze

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