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Einmal Archäologe spielen: Die Sendung mit der Maus zu Gast bei der Ingelheimer Ausgrabung


Die Forschungsstelle und das Museum bei der Kaiserpfalz haben zum ersten Mal am „Türöffner-Tag“ der „Sendung mit der Maus“ teilgenommen. Die Veranstaltung gehört zum Programm des Europäischen Kulturerbejahres „Sharing Heritage“.

Grabungsstelle Ottonenstraße 11 in Ingelheim | © 

Bei der bundesweiten Maus-Aktion am Mittwoch, 3. Oktober konnten Kinder ab drei Jahren Lach- und Sachgeschichten an insgesamt 785 Orten in ganz Deutschland live erleben. Mit dabei waren beispielsweise Sternwarten, Bauernhöfe, Teilchenbeschleuniger und sogar ein Virtual Reality-Labor.

In Ingelheim durften Kinder zwischen 4 und 18 Jahren Archäologe spielen. Die maximale Teilnehmerzahl von 90 Personen (Eltern mit Kindern) war schon durch die Voranmeldungen ausgeschöpft. Von 10 -14 Uhr Uhr konnten die kleinen Gäste in der Ottonenstraße 11, wo die aktuellen Ausgrabungen stattfinden, an verschiedenen Stationen Archäologe spielen: Wie sucht man mit der Kelle nach Scherben oder mit einem Detektor nach Metallobjekten? Wie werden Funde gereinigt, gezeichnet und bestimmt? Die etwas Älteren konnten sich auch vorführen lassen, wie ein Nivelliergerät oder ein Tachymeter funktionieren. Viele Kinder nahmen außerdem an den Führungen durch das Denkmalgebiet teil.

Grabungsstelle Ottonenstraße 11 in Ingelheim | © 

Zum letzten Mal konnten die Besucher die Rekonstruktion eines frühmittelalterlichen Grubenhauses besichtigen. Museumsmitarbeiterin Miriam Maslowski führte in die Nutzung des aus Holz, Lehm und Stroh gebauten Häuschens ein, das vermutlich als Werkstätte diente. Die Kinder erfuhren vom Leben der Franken, über deren Alltag aufgrund mangelnder Schriftlichkeit vor allem Grabbeigaben Auskunft geben. Nach sechs Jahren intensiver Bespielung durch die Museumspädagogik wird das Grubenhaus demnächst abgebaut. Kinder und Eltern waren begeistert von der Rekonstruktion und wünschten sich eine Neuerrichtung.

Den größten Andrang gab es aber natürlich bei der „Schatzsuche“: Mit Kelle, Fundkiste und jeder Menge Enthusiasmus machten sich zeitweise bis zu 20 Nachwuchsforscher gleichzeitig auf die Suche nach Überbleibseln der Vergangenheit. Die in einem großen Erdhaufen verborgenen Funde hatten die Archäologen übrigens nicht etwa vorher versteckt: Der Aushub stammte aus den aktuellen Grabungsschnitten und wurde von den Profis noch nicht durchsucht. So tauchten auch „reale“ Funde wie mittelalterliche Keramik auf und zauberten immer wieder ein Leuchten in die Kinderaugen. Viele Familien erlebten so einen spannenden und lehrreichen Feiertag im historischen Ingelheim.


Grabungsstelle Ottonenstraße 11 in Ingelheim | © 
















Grabungsstelle Ottonenstraße 11 in Ingelheim | © 




















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