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Hochkarätige Expertenrunde diskutiert über „Kunst und Kaiserpfalz”



 

Hochkarätige Expertenrunde diskutiert über „Kunst und Kaiserpfalz” –
Öffentliche Podiumsdiskussion am zweiten Veranstaltungstag

Am 11. und 12. August veranstaltet die Stadtverwaltung Ingelheim zum Thema „Kunst und Kaiserpfalz” ein Expertenkolloquium im Weiterbildungszentrum. Ziel des Kolloquiums ist es, die Rahmenbedingungen für einen Wettbewerb festzulegen, durch den zeitgenössische Künstler zur Auseinandersetzung mit der Kaiserpfalz an vier potentiellen Standorten in Ingelheim aufgefordert werden. Diese Orte sind das Saalgebiet, der „Neue Markt”, die Kreuzung Konrad-Adenauer-Straße/Rheinstraße sowie die Mole.

Organisiert und geleitet wird das Kolloquium von der Forschungsstelle Kaiserpfalz (Holger Grewe, Nicole Nieraad-Schalke), unterstützt von Julia Malcherek und Christian Korte von „wordsimages – Büro für Kommunikation und visuelle Medien” in Mainz sowie dem Münsteraner Künstler Ulrich Haarlammert. In einem mehrwöchigen Prozess beriet sich das Organisationsteam bereits im Vorfeld über Auslobungsmöglichkeiten und strukturelle Verfahrenstechniken.

Am Kolloquium wird ein hochkarätiger Expertenkreis teilnehmen, der Perspektiven aus Kunst und Stadtplanung, aus Denkmalpflege und Touristik einander gegenüberstellt. So werden u.a. Generaldirektor Thomas Metz (Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz), Sabine Groß, zuständig für Kunst am Bau im rheinland-pfälzischen Finanzministerium, Dr. Danièle Perrier, Leiterin des Künstlerhauses Schloss Balmoral sowie der Stadtplaner und Architekt Herbert Weyell aus Wiesbaden miteinander diskutieren. Die ästhetische Perspektive repräsentieren u.a. die Bildenden Künstler Silvia Klara Breitwieser und Jo Schöpfer aus Berlin sowie der Vertreter des Künstlersonderbundes, Prof. Eberhard Linke, der den meisten Ingelheimern bereits als Schöpfer des Metall-Brunnens vor der Kreisverwaltung vertraut ist. Zudem werden die Kunsthistorikerin und Leiterin des Museums bei der Kaiserpfalz, Dr. Gabriele Mendelssohn, die Beigeordnete Irene Hilgert sowie Oberbürgermeister Dr. Joachim Gerhard die Debatten um die Ingelheimer Innenperspektive bereichern.

Am ersten Veranstaltungstag werden sich die Teilnehmer zunächst den möglichen Kunst-Standorten annähern, wobei der inhaltliche Fokus auf der Geschichte der Kaiserpfalz liegt. Im Anschluss werden internationale Kunstprojekte diskutiert, die sich thematisch oder materiell mit historisch bedeutsamen Ereignissen oder Personen auseinandersetzen und daher als Inspirationen für Ingelheim dienen können. Am zweiten Veranstaltungstag werden die am Vortag entwickelten Ideen mit den individuellen Erfahrungen der Experten ergänzt und schließlich dieser „Ideenraum” zur Vorbereitung des Wettbewerbsverfahrens genutzt. Darüber hinaus wird ein großer Schwerpunkt des Kolloquiums auf der Frage liegen, wie die künftigen zeitgenössischen Kunstwerke durch offene Ateliers oder Kinderaktionen der Öffentlichkeit vermittelt werden können.

Am 12. August ab 17 Uhr findet eine öffentliche Podiumsdiskussion statt, zu der alle Interessierten herzlich eingeladen sind. Vor Vertretern der Presse, Lokalpolitik, Ingelheimer Vereine sowie der Bevölkerung werden die Experten die Arbeitsergebnisse des Kolloquiums präsentieren, Fragen beantworten und mit den Anwesenden in einen lebendigen Dialog treten. Parallel dazu erhalten die Ingelheimer „Ideengeber” für ein Kunstwerk an der Mole die Möglichkeit, an eigenen Infostationen ihre Entwürfe vorzustellen und in persönlichen Gesprächen diskutieren zu lassen.

Ende 2010 hatte der Stadtrat die Verwaltung beauftragt, 2011 ein solches Expertenkolloquium zu veranstalten, um Rahmenbedingungen für das geplante Projekt „Kunst und Kaiserpfalz” zu klären. Hintergrund ist die enge Verbindung von Kunst und Denkmal: Unser historisches kulturelles Erbe ist durch einst zeitgenössische Kunst entstanden, während Denkmäler durch ihre Bedeutung, Form und Geschichte wiederum Kunst inspirieren. Das konkrete Ingelheimer Konzept „Kunst und Kaiserpfalz”, alle Schritte hin zu seiner Realisierung und die zu schaffenden Kunstobjekte selbst sollen zur aktiven Auseinandersetzung mit dem historischen Erbe aufrufen, sollen identitätsstiftend für die Ingelheimer wirken sowie eine an Touristen adressierte Werbung sein. Um dies umzusetzen, sollen im Rahmen eines qualifiziert kuratierten Wettbewerbs vier Kunstwerke entstehen, die sich intensiv mit der Kaiserpfalz Ingelheim beschäftigen, um Zeitgrenzen zwischen Vergangenheiten, Gegenwart (und Zukunft) mit den Mitteln der Kunst erfahrbar zu machen und eventuell aufzulösen. Dies kann, so die Forschungsstelle Kaiserpfalz, gerne mit Effekten der Emotion, Überraschung und Interaktivität erreicht werden, jedoch mit hohem künstlerischem Anspruch und ohne historisierend zu wirken. Das zentrale Objekt soll im Saalgebiet aufgestellt werden, doch ein wesentlicher Aspekt des Konzepts ist die räumliche Ausweitung des Themas auf das Stadtgebiet hinaus. Diese wegweisende Funktion soll durch Motivstelen verstärkt werden, deren Gestaltung aus dem Bildprogramm der Kunstwerke durch motivische Adaption entlehnt ist. Kunst soll als wegweisende Zeichensprache wirken, die zum Ziel – zur Kaiserpfalz – führt.

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