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Museumspädagogen beim eGuide-Workshop



 
Workshop-Teilnehmer testen den multimedialen Besucherführer eGuide in der Kaiserpfalz IngelheimWorkshop-Teilnehmer testen den multimedialen Besucherführer eGuide in der Kaiserpfalz Ingelheim | © 

Das Besucherführungssystem eGuide Kaiserpfalz Ingelheim ist auch noch zwei Jahre nach seiner Einführung innovativ und einzigartig in der deutschen Denkmal- und Museumslandschaft. Die Funktion der GPS-gestützten Fußgängernavigation findet sich bisher bei keinem anderen Besucherführer wieder. Um das System bei potentiellen Anwendern bekannt zu machen, hat die Forschungsstelle Kaiserpfalz Ingelheim gemeinsam mit ihrem Projektpartner Eyeled GmbH am 23. Juni 2009 einen Workshop zum Thema Digitale Besucherinformationssysteme veranstaltet. Die ausgebuchte Veranstaltung zeigte, dass das Thema zurzeit viele Einrichtungen aus dem Museums- und Touristikbereich beschäftigt. Sechzehn Institutionen aus dem ganzen Bundesgebiet nahmen an dem Workshop teil, darunter Museen und Freilichtmuseen, Kulturbüros, Touristikämter sowie auch Wissenschaftler aus der Forschung.

Im ersten Teil des eintägigen Workshops stellte die Kaiserpfalz-Forschungsstelle den eGuide vor sowie dessen Vorteile für die Präsentation eines nur noch in Bruchstücken erhaltenen Denkmals wie der Kaiserpfalz Ingelheim. Da große Teile der Pfalz heute nicht mehr sichtbar sind, übernimmt der eGuide mit seiner Fähigkeit, Abbildungen und digitale Rekonstruktionen im Display zeigen zu können, eine wichtige Funktion. Die zweite ebenfalls sehr wichtige Funktion ist die Navigation der Besucher durch das verwinkelte Kaiserpfalzgebiet, die den Gästen die Orientierung und das Auffinden der historischen Überreste stark erleichtert. Um dies zu ermöglichen, entwickelte die Universität Münster speziell für den eGuide eine Fußgängernavigationskomponente. Im Anschluss an den Vortrag der Forschungsstelle hatten die Workshop-Teilnehmer Gelegenheit, den eGuide selbst zu testen. Sie lobten die einfache Bedienung und die fehlerfreie Funktion der Geräte.

Am Nachmittag präsentierte die Firma Eyeled, die für die technische Umsetzung des eGuide-Projektes verantwortlich war, die neuesten Entwicklungen im Bereich der Besucherführung und –information. Dabei stellte sie neben dem eGuide auch andere Varianten von Multimedia-Guides vor, die über andere Softwareelemente verfügen oder mit unterschiedlichen Endgeräten wie z.B. Handys arbeiten.

Während der Diskussionsrunden zwischen den Vorträgen fragten die Teilnehmer nach Lösungsvorschlägen für ihre eigenen Institutionen. Sind die Geräte auch in Innenräumen oder unter Tage nutzbar? Wie schnell lassen sich die Inhalte aktualisieren? Wie hoch sind die Kosten? Die vielen Fragen der Anwesenden zeigten, dass in ihren Institutionen die Einführung digitaler Besucherführer konkret in Erwägung gezogen wird. „Darüber freuen wir uns sehr, denn dass unser System auch in anderen Einrichtungen Anwendung findet, war das Ziel dieser Veranstaltung“, sagte Organisatorin Katharina Ferch von der Forschungsstelle. „Audioguides, die die Nutzer per Hörtext informieren, gibt heute bereits in vielen Museen. Im Vergleich dazu bieten Multimedia-Guides allerdings einen erheblichen Mehrwert, da sie zusätzlich zur Audioinformation auch noch visuelle Eindrücke vermitteln können.“

Mit dem Abschlussvortrag machte man noch einen thematischen Abstecher in die Lern- und Motivationspsychologie. Wolfgang Birk, Museumspädagoge beim saarländischen Landesinstitut für Pädagogik und Medien, referierte zu den neuesten Erkenntnissen der Lernforschung der letzten Jahre und setzte diese in Bezug zu den Neuen Medien. Spielerisches Lernen und eigene Aktivität wirken sich positiv auf den Wissenserwerb aus und lassen sich mit den Neuen Medien sehr gut umsetzen.

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