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Tafeln erzählen Geschichte der Burgkirche



 
Besucher betrachten die Tafeln der Geschichtspräsentation in der Burgkirche Ingelheim Besucher betrachten die Tafeln der Geschichtspräsentation in der Burgkirche Ingelheim | © 

Die Stadt Ingelheim und die evangelische Burgkirchengemeinde haben nach der erfolgreichen Renovierung der Burgkirche einen Kooperationsvertrag geschlossen. Dieser sieht neben der Mitnutzung der Kirche für kulturelle Veranstaltungen durch die Stadt Ingelheim vor, dass eine dauerhaft installierte Präsentation über die Geschichte der Kirche und des Wehrfriedhofs informiert. Aus Anlass der Fertigstellung dieser Präsentation standen Oberbürgermeister Dr. Gerhard und Pfarrerin Angelika Beck von der Burgkirchengemeinde am 6. April 2009 im Rahmen eines Pressegesprächs für Fragen zur Verfügung.

Renovierung 1998-2006

Die Ober-Ingelheimer Burgkirche ist zusammen mit dem sie umgebenden Kirchhof ein sehr malerisch gelegenes Ensemble. Bedeutung erfährt das Bauwerk ebenfalls als ein in mehrfacher Hinsicht schützenswertes Denkmal, welches nicht nur heimische sondern auch überregionale Besucher anlockt. Nach den umfangreichen Renovierungsmaßnahmen zwischen 1998 und 2006 präsentiert sich die Kirche heute sowohl im Inneren als auch von ihrer äußeren Erscheinung her in altem Glanz. In diesem Zusammenhang erschien es angebracht, der steigenden Zahl interessierter Besucher leicht zugängliche Informationen und dieses Denkmal vor Ort bereit zu stellen.

Inhalte der Präsentation

Die Erläuterungen – Texte und anschauliches Bildmaterial – stehen den Besuchern nun in Form einer Präsentation mittels Tafeln zur Verfügung. Im Bereich des Kirchhofes handelt es sich um vier tableau-ähnliche Informationsträger, die sich in ihrer Aufstellung am vorhandenen Wegesystem orientieren. Inhaltlich spannen sie einen weiten Bogen von der Belegungsgeschichte des Friedhofes über die Sozialstruktur der Bevölkerung vergangener Jahrhunderte bis hin zu Informationen zum hessischen Landtagspräsidenten Dr. Martin Mohr, dessen Grabdenkmal sich auf dem Kirchhof befindet.

Die fünf Tafeln im Inneren der Burgkirche sind nicht im Gebäude verteilt, sondern befinden sich alle im westlichen Joch des Südschiffes. So erlauben sie den Besuchern eine kompakte Informationsmöglichkeit, ohne jedoch weite Wege zurücklegen zu müssen. Prämisse bei diesen Tafeln war es, sich der Architektur des Gebäudes unterzuordnen und anzupassen. Aus diesem Grund sind die Informationsträger in stehlenartiger Form errichtet worden – ein Format, welches im Innenraum u. a. von den zahlreichen historischen und für die Kirche bedeutenden Epitaphen (= Grabsteinplatten) vorgegeben ist. Auch vom eigentlichen Aufstellungsort passen sich die Stehlen der Örtlichkeit an und greifen so wenig wie möglich in den Raum hinein. Darüber hinaus sind die Tafeln transparent gehalten, so dass keine historische Bausubstanz ganz verdeckt werden musste. Die hier vermittelten Inhalte beleuchten die über 1300jährige Geschichte der Burgkirche in chronologischer Reihenfolge. So kann der Besucher – sofern gewünscht – gezielt Informationen zu den Epochen seines Interesses nachlesen. Dabei werden nicht nur bloße Fakten erläutert; im Vordergrund steht viel mehr die jeweilige Bedeutung und Auswirkung eines Ereignisses für die Gemeinde und die vor Ort lebenden Menschen.

Anschaulich wird die über 1300jährige Geschichte der Burgkirche erläutert Anschaulich wird die über 1300jährige Geschichte der Burgkirche erläutert | © 

Für eine gute Lesbarkeit der Texte sorgt eine dezente Beleuchtung, die separat vom übrigen Licht in der Kirche je nach Wunsch an- und ausgeschaltet werden kann. So stehen die Tafeln während den Öffnungszeiten für Besucher diesen in vollem Umfang zur Verfügung; ist das Licht jedoch ausgeschaltet – etwa während des Gottesdienstes – treten die Stehlen so weit in den Hintergrund, dass sie in der Burgkirche als Gotteshaus nicht irritierend auffallen.

Die Präsentation wurde im Auftrag der Stadt Ingelheim von der Kaiserpfalz-Forschungsstelle in Zusammenarbeit mit Frau Isabel Kappesser konzipiert und realisiert.

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