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Ahnengalerie - Geschichte einmal anders
erzählt



 
Vergangenheit und Gegenwart der Kaiserpfalz sind im Präsentationshaus am Heidesheimer Tor eng verknüpftVergangenheit und Gegenwart der Kaiserpfalz sind im Präsentationshaus am Heidesheimer Tor eng verknüpft | © 

Was haben Johann Wolfgang von Goethe, Hildegard von Bingen, Friedrich I. Barbarossa, Natalie von Harder und ein mittelloser Nieder-Ingelheimer Tagelöhner aus dem 19. Jahrhundert gemeinsam? Sie alle haben sich in der Kaiserpfalz in Ingelheim aufgehalten, haben sie besucht, bewohnt oder geprägt. Das gleiche gilt auch für viele weitere Menschen, die die Kaiserpfalz während der vergangenen Jahrhunderte aufgesucht haben und dabei von politischen, wissenschaftlichen oder touristischen Interessen geleitet wurden. Einen Überblick über das breite Spektrum von Personen, die seit der Stauferzeit mit der Kaiserpfalz in Verbindung standen, bietet die neue Ahnengalerie im Präsentationshaus am Heidesheimer Tor.

Zwanzig exemplarisch ausgewählte Persönlichkeiten stehen dort nebeneinander, deren Verwandtschaftsbeziehung durch eine Gemeinsamkeit entsteht: ihre Anwesenheit in der Kaiserpfalz. Zu sehen sind Menschen aus ganz unterschiedlichen Epochen und Gesellschaftsschichten, darunter Kaiser, Mönche, Bauern und Archäologen. Doch nicht nur die längst Verblichenen gehören zu den Ahnen der Kaiserpfalz, sondern genauso die heutigen Bewohner und Besucher des Denkmals. Dem entsprechend wird jeder Betrachter der Ahnengalerie durch einen Spiegeleffekt zu einem Teil von ihr und somit in eine persönliche Beziehung zu den übrigen Persönlichkeiten gesetzt.

Einige der Ahnen hinterließen schriftliche Zeugnisse davon, in welchem Zustand sie die Pfalz vorfanden. Anhand von Zitaten und Abbildungen kann der heutige Betrachter somit auch nachvollziehen, wie sich das Aussehen und die Bedeutung der Kaiserpfalz im Lauf der Jahrhunderte verändert haben. Ziel des Projekts war es, die Entwicklung der Kaiserpfalz nicht aus archäologischer oder architekturhistorischer Perspektive zu sehen, sondern aus Sicht der Menschen, für die die Kaiserpfalz ein Lebensraum war und ist. Durch seine direkte Einbeziehung in die Galerie kann der Betrachter sich zur Reflexion anregen lassen, was die Kaiserpfalz für ihn persönlich bedeutet und welches seine Rolle als Tourist auf historisch bedeutsamem Boden ist.

Die Geschichte der Kaiserpfalz wird in der Ahnengalerie personifiziert und graphisch zusammengefasst. Vergangenheit und Gegenwart werden verknüpft, indem die Personen nicht chronologisch angeordnet, sondern „bunt gemischt“ auf der Wand verteilt sind. Fast spielerisch können die Besucher den Bezügen zwischen den Personen sowie den Bauzuständen und Zeitabschnitten der Kaiserpfalz nachspüren. Mit der Ahnengalerie hat die Forschungsstelle Kaiserpfalz Ingelheim bewusst einen neuen Weg der Wissensvermittlung gewählt. Anstatt sachlicher Informationstexte konzentriert sich die Geschichtserzählung hier auf Individuen, die in ihrer „Menschlichkeit“ dem Betrachter von heute sehr ähnlich sind. Heute wie damals fühlen, arbeiten, essen und trinken Menschen an diesem Ort. Durch den starken Gegenwartsbezug macht die Vermittlung ausdrücklich nicht in der Vergangenheit halt, sondern schlägt die Brücke in unsere Zeit.

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