Forschungsstelle
Personen
Wissenschaftliche Veröffentlichungen
Die Funde und Grabungsergebnisse
aus den archäologischen Tätigkeiten werden durch den
Arbeitsbereich Wissenschaftliche Veröffentlichungen der Öffentlichkeit zugänglich
gemacht. Hier geht es insbesondere darum, Informationen verständlich und ansprechend für ein wissenschaftliches Publikum aufzubereiten.

Katharina Peisker, Architektin
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Katharina Peisker, Architektin
Arbeitsschwerpunkte:
- Wissenschaftliche Untersuchungen zur mittelalterlichen Bautechnik der Kaiserpfalz, ab 2009
- Redaktion und Organisation der wissenschaftlichen Gesamtpublikation, ab 2008
Laufende Projekte:
- Gesamtpublikation „Archäologie und Bauforschung in der Kaiserpfalz Ingelheim 1909-2007, Redaktion und Organisation
- Mörtel- und Mauerwerksanalysen
Gesamtpublikation „Archäologie und Bauforschung in der Kaiserpfalz Ingelheim 1909-2007”:
In der Gesamtpublikation werden die Ausgrabungsergebnisse unter der Leitung von Christian Rauch (1909-1914), Walter Sage (1960-70er Jahre) und Holger Grewe (seit 1993) erstmals umfassend publiziert werden.
Das Redaktionsteam (Katharina Peisker und Sandra Lindner) bildet die koordinierende Schnittstelle zwischen Forschungsstelle, Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (ehem. Landesamt für Denkmalpflege), Autoren und Verlag, um alle Einzelbausteine zum einem stimmigen Ganzen zusammensetzen zu können:
Es übernimmt zum einen die inhaltliche Strukturierung (Themenfestlegung und –eingrenzung, Autorensuche) und trifft formale und gestalterische Festlegungen, um die Texte, Pläne und Abbildungen optimal aufeinander abzustimmen. Zum anderen betreut es die Autoren, überarbeitet die Manuskripte und verknüpft Text- und Katalogbeiträge untereinander. Weitere Arbeitsbereiche sind die Koordinierung der Fundfotografie, Umfangs- und Kostenkalkulationen sowie die Auswahl des Verlages. Das Printmedium Buch soll außerdem mit elektronischen Datenträgern kombiniert werden.
Mörtel- und Mauerwerksanalysen
Die verschiedenen Bauteile der Steinbauten - Fundamente, Wände, Fenster- und Türöffnungen, Pfeiler, Gewölbe – werden katalogisiert, beschrieben und verglichen, um so die Charakteristika der Ingelheimer Mauerwerkstechnik herauszuarbeiten und zu bewerten. Ebenfalls untersucht werden Befunde wie Kalk- und Mörtelmischgruben, Steinsplitterschichten, Rüstlöcher und Pfostenstandgruben, die Hinweise auf den Baubetrieb (Steinbearbeitung, Baugerüste, Mörtelverarbeitung) geben.
Hinzu kommen Analysen Mauerwerksmörtel. Ziel ist es, Aussagen zu den Rezepturen und ihrer Verwendung, zur Funktion verschiedener Zuschläge und den damals verwendeten Rohstoffvorkommen zu erhalten. Es wird unter anderem zum sogenannten "karolingischen" Mörtel (Mörtel mit Ziegelmehlbeischlag, der für die karolingische Pfalz Aachen typisch ist) Stellung bezogen sowie insgesamt geprüft, ob die Mörtel Hinweise zur Datierung der Mauerwerke liefern können.
Kontakt zu Katharina Peisker:
Telefon: 06132 / 716 42 15 oder per
E-Mail: redaktion_@_kaiserpfalz-ingelheim.de

Britta Schulze-Böhm, Kunsthistorikerin |
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Britta Schulze-Böhm, Kunsthistorikerin
Arbeitsschwerpunkte:
- Wissenschaftliche Bearbeitung der Bauskulptur aus der Kaiserpfalz Ingelheim sowie bestimmter Phänomene der Baugeschichte
- Kunsthistorische Bearbeitung der Bauausstattung anderer Orte
Laufende Projekte:
- Erfassung und Bearbeitung der Bauskulptur der Kaiserpfalz Ingelheim (Spolien, 8.-13. Jh.)
- Datierungsfragen
- Spolienverwendung in der Kaiserpfalz
- Bearbeitung der gotischen Bauskulptur der sogenannten Kapelle in Iben (Kreis Bad Kreuznach)
Publikationen und Vorträge:
- Die Sakraltopographie der Königspfalz Ingelheim. Neue Erkenntnisse und aktuelle Forschungen der archäologischen Ausgrabungen. In: Heimatjahrbuch des Landkreises Mainz-Bingen, 50, 2006.
- Spolienverwendung – Bauskulptur. Kolloquium Aachen und Ingelheim: zwei “Lieblingspfalzen“ Karl des Großen im Licht bauhistorisch-archäologischer Forschung, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, 31.3.-2.4.2009.
- Einheit oder Vielfalt? Die Bauskulptur. Fachtagung des Arbeitskreises Pfalzenforschung, Forschungsstelle Kaiserpfalz Ingelheim, 15.-17.3.2010
- Bauskulptur der Pfalz Ingelheim. Fachtagung Form und Ausstattung von Herrschaftsarchitektur vor 1000, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, 15.10.2010
Bauskulptur der Kaiserpfalz Ingelheim
Die Kaiserpfalz Ingelheim wurde als hochrepräsentative Palastanlage Karls des Großen geplant und errichtet. Dies lassen die Gesamtanlage und die Bauform einzelner Gebäude erkennen. Auch die archäologischen Funde aus dem Bereich der Bauausstattung weisen die Kaiserpfalz als eindrucksvolle Herrschaftsarchitektur aus. Säulen, Kapitelle und Gebälkteile gehörten vermutlich zu den Säulengängen, die dem Nordflügel und dem charakteristischen Halbkreisbau vorgelegt waren.
Wie auch in anderen Bereichen der Kaiserpfalz hat man sich bei der Bauausstattung offenbar an Schmuckformen spätantiker, römischer Gebäude orientiert. Einige Objekte entstammen mit Sicherheit aus antiken Gebäuden, die man in Ingelheim wiederverwendet hat (Spolien). Bei anderen Stücken lässt sich z.T. bis heute nicht zweifelsfrei feststellen, ob es sich um Spolien handelt oder um Schöpfungen des 9. Jahrhunderts.
Auch die Herrscher des hohen und späten Mittelalters waren als Bauherren in Ingelheim tätig und ergänzten, erweiterten und renovierten die Pfalz Karls des Großen. Beispielhafte Zeugnisse aus dem Bereich der Bauskulptur sind hierfür die in situ erhaltenen Kämpfer und Konsolsteine im Ostteil der Saalkirche sowie einzelne Kapitelle ohne Fundzusammenhang.
Es gilt nun, die z.T. seit über 100 Jahren an verschiedenen Orten aufbewahrten Funde zu sichten und sie in den Kontext der Kaiserpfalz Ingelheim einzuordnen.
Kontakt zu Britta Schulze-Böhm:
Telefon: 06132 / 716 42 13 oder per
E-Mail: bauskulptur
_@_kaiserpfalz-ingelheim.de

Ramona Kaiser, Studentische Mitarbeiterin |
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Ramona Kaiser, Studentische Mitarbeiterin
Arbeitsschwerpunkte:
- Mitarbeit an Projekten der Generaldirektion Kulturelles Erbe
- Erstellen von Inhalten für besucherorientierte Medien (Computerpräsentationen, Flyer, Texttafeln, etc.) und die redaktionelle Bearbeitung bereits bestehender Inhalte
- Anfertigen von Materialsammlungen
- Bibliotheksarbeit
- Literaturrecherche
- Organisatorische Aufgaben
Bisher realisierte Projekte:
- Mitarbeit an der Vor- und Nachbereitung der drei Tagungen des Arbeitskreises Pfalzenforschung im März 2009 in Aachen, im März 2010 in Ingelheim und im Oktober 2010 in Bamberg
- Mitarbeit an der Interaktiven Terminalpräsentation (Kommunikation und Inhalte), die seit 2009 im Museum bei der Kaiserpfalz zu sehen ist. Sie enthält eine neue und erweiterte Digitale Rekonstruktion der wichtigsten Gebäude der karolingischen Kaiserpfalz.
- Vorbereitung eines Postsonderstempels anlässlich des Tags des offenen Denkmals 2008
- Materialsammlungen, die als Grundlage für die Textbänder im Präsentationshaus des Heidesheimer Tors dienten, 2007
- Erstellung der Inhalte (Texte und Bilder) für die beiden Terminalpräsentationen im Präsentationshaus am Heidesheimer Tor, 2007
- Einarbeitung in das Bibliotheksprogramm "Bibliographix", Installierung auf allen relevanten Rechnern der Forschungsstelle sowie Erklärung des Programms für die anderen Mitarbeiter, 2007
- Materialsammlungen zu Themen, die Ingelheim und das Mittelalter betreffen (Ritterturnier in Ingelheim, Steinrelief in der Saalkirche, Herrschaftszeichen im Mittelalter)
- Texte für die Homepage der Kaiserpfalz Ingelheim, 2006
Kontakt zu Ramona Kaiser:
Telefon: 06132 / 57 99 72 oder per
E-Mail: literatur
_@_kaiserpfalz-ingelheim.de

Matylda Gierszewska-Noszczyńska, Archäologin |
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Matylda Gierszewska-Noszczyńska, M.A., M.Sc.,
Archäologin und GIS-Spezialistin (in Elternzeit)
Arbeitsschwerpunkte:
- Anwendung des Geographischen Informationssystems (GIS) zur Bearbeitung und Auswertung der kartographischen
und archäologischen Quellen: Georeferenzierung der historischen Karten und Katasterpläne, Erstellung einer Datenbank,
Erstellung von digitalen Geländemodellen, Raumanalyse für die Grabungsbereiche (mit den Programmen ArcGIS 9.2, GRASS GIS)
- Auswertung der archäologischen Grabungen und Raumanalysen für den Ingelheimer Raum
- Digitalisierung der archäologischen Feldzeichnungen
Laufende Projekte:
- Georeferenzierung der historischen Karten sowie Erstellung von historischen und zeitgenössischen digitalen
Geländemodellen unter Anwendung des Geographischen Informationssystems
- Auswertung der archäologischen Grabungen (1996 – 2010) aus der O-Zone in Ingelheim unter Anwendung
der Geografischen Informationssystemen
- Digitalisieren der archäologischen Planzeichnungen aus den Grabungskampagnen 1993 – 2008 für die Gesamtpublikation
Kaiserpfalz Ingelheim
Die Ingelheimer Karten und Katasterpläne
Geoinformationssysteme (GIS) bieten die Mittel zur Aufnahme, Verwaltung, Analyse und Visualisierung von raumbezogenen Daten. Sie
erlauben auch kontinuierliche Aktualisierung und Modifizierung der Informationen. Als technische Grundlage dafür dient ein
Computerprogramm (ArcGIS 9.2), das zahlreiche Elemente in sich vereint. Es enthält eine Datenbank sowie weitere kartographische,
analytische und andere vorteilhafte Werkzeuge. Historische Karten besitzen ein großes Informationspotenzial. GIS-Techniken helfen
dabei, die Informationen aus historischen Karten zu extrahieren, zu analysieren und zu bewerten. Für Ingelheim datiert man die
erste kartographische Quelle ins 17. Jahrhundert. Auf der Basis von Vermessungsergebnissen und Grabungsdateien werden durch einen
Interpolationsprozess die verschiedenen Geländemodelle erstellt. Die Ergebnisse dieser Prozesse werden miteinander verglichen, um
die Terrainänderungen möglichst genau zu analysieren und vollständig zu präsentieren. Mit den georeferenzierten Karten, Katasterplänen
und Bildern wird das Architekturbild in den einzelnen Perioden rekonstruiert und im Computer als 3D-Modelle visualisiert.
Grabungsauswertung der Pfalzperipherie
In den Jahren 1996 – 2010 fanden im Bereich außerhalb der Kaiserpfalz in Ingelheim archäologische Grabungen statt. Das
Grabungsareal befand sich zwischen der Remigiuskirche und dem heutigen Saalgebiet, östlich vom Palatium. Die Reste der Siedlung,
die an mehreren Stellen erfasst wurden, sind in das Früh- und Hochmittelalter datiert. Mit der Auswertung der Grabungsergebnisse
und den Raumanalysen werden die folgenden Aspekte behandeln:
- Gesamtbild der Siedlung
- Funktion von einzelnen Befunden und Siedlungsbereichen
- Rolle der Siedlung in der Gesamttopographie des Ingelheimer Raumes
- Relationen zwischen der Siedlung und der Kaiserpfalz
Weitgehende Raumanalysen und eine weitere Datenerfassung, sowohl für die Siedlung als auch für den Ingelheimer Raum,
werden mit der Anwendung der GIS-Software durchgeführt.
Bauaufnahme, Digitalisierung und Auswertung der bestehenden Wehrmauer und anderer Befestigungsarten der Kaiserpfalz zu Ingelheim
Ziel dieses Projektes ist es, alle bestehenden historischen Wehrmauerreste zu erfassen, zu digitalisieren und auszuwerten.
Die Mauerwerke werden fotogrammetrisch aufgenommen. Für die beste Qualität der Bilder und ihrer metrischen Genauigkeit werden die
Befunde mit dem Tachymeter gemessen. Die dadurch gewonnenen Daten werden digital bearbeiten. Ergänzend zur Darstellung und Auswertung
der Mauerreste folgt die Analyse der kartographischen Quellen. Es werden unter diesem Aspekt historische Karten von Ingelheim untersucht:
- Engelhart Plan aus dem Jahr 1621
- Plan Marksburg aus dem 17. Jahrhundert
Die Auswertung der Kaiserpfalz-Befestigung beinhaltet außer den staufischen Wehrmauern auch die früheren Befestigungsreste,
die in mehreren Grabungen (1998 – 2009) erfasst worden sind. Hier ist unter anderem der Graben aus der Kampagne 2008 und 2009
gemeint. Die jüngsten Grabungsergebnisse werden mit den Resultaten der Untersuchungen aus dem Bereich südlich der Aula regia und
östlich des Heidesheimer Tores verglichen. Dadurch wird ein Gesamtbild der Befestigungsarten in der Kaiserpfalz zu Ingelheim entstehen.
Zur Person:
Das Studium an der Breslauer Universität (Uniwersytet Wrocławski) am Institut für Archäologie habe ich im Jahr 2003 abgeschlossen.
Der Schwerpunkt meiner Magisterarbeit liegt auf der Soziotopographie der mittelalterlichen Stadt. Derzeit schreibe ich Promotionsarbeit an
der Georg-August-Universität in Göttingen im Fach Ur- und Frühgeschichte zum Thema Landschaftsarchäologische Untersuchung zur Raumnutzung
und Siedlungsdynamik des Weser- und Leineberglands im Mittelalter (8. - 13. Jahrhundert). Im Jahre 2011 habe ich meine Ausbildung um das
Master of Science-Studium im Fach Geografische Informationssysteme an der Universität in Krakau (Uniwersytet Jagielloński) und in Salzburg
(Paris Lodron Universität) erweitert. Seit Mai 2005 arbeite ich in der Forschungsstelle Kaiserpfalz Ingelheim als Grabungsleiterin und
wissenschaftliche Mitarbeiterin. Ich interessiere mich besonders für die Archäologie des Mittelalters, Architektur und die Anwendung der
Computertechnologien in diesem Bereich (GIS, Datenbanken, CAD, neue Lösungen für die Stratigraphie – Stratify).
Publikationen zur Kaiserpfalz Ingelheim:
- M. Gierszewska (2009) Grabungen in der mittelalterlichen Siedlung in Ingelheim. Anwendung des Programms Quantum-GIS zur archälogischen Auswertung, Archäologie in Rheinhessen und Umgebung e. V., Mainz, 2, S. 66-73.
- M. Gierszewska, P. Noszczyński (2009/2010) Palatium w Ingelheim. In: Archeologia Żywa, 6 (46).
- M. Gierszewska, P. Noszczyński (2010) An Open Way for Archaeological Data Management Based on Quantum GIS, Proceedings of the 14th International Congress „Cultural Heritage and New Technologies“ held in Vienna, Austria November 2009.
- M. Gierszewska (2011/2012) GIS Application in Archaeology – Advantages and Problems. Topography changes from the Middle Ages to the Present in the Area of the Palatium of Ingelheim, Proceedings of the 15th International Conference on Cultural Heritage and New Technologies held in Vienna, Austria, November 2010. (Im Druck)
- M. Gierszewska, P. Noszczyński (2011/2012) The Historical Maps from Ingelheim as a Data Source for Archaeology, Proceedings of the 15th International Conference on Cultural Heritage and New Technologies held in Vienna, Austria, November 2010. (Im Druck)
- M. Gierszewska, P. Noszczyński (2011/2012) Kaiserpfalz Ingelheim: GIS-Anwendung in der laufenden Forschung, Tagungsband Von Jägern, Händlern und Hüttenleuten. Archäologie und Geschichte im Ruhrgebiet, Duisburg 22. - 25. September 2010. (In der Redaktionsphase)
Beiträge im Rahmen der Gesamtpublikation zur Kaiserpfalz Ingelheim (In Vorbereitung):
- M. Gierszewska, P. Noszczyński, Mittelalterliche Siedlung und Pfalzperipherie zu Ingelheim im Frühmittelalter
- M. Gierszewska, P. Noszczyński, Mittelalterliche Siedlung und Pfalzperipherie zu Ingelheim im Hoch- und Spätmittelalter
- M. Gierszewska, P. Noszczyński, Befestigung der Kaiserpfalz zu Ingelheim im Hoch- und Spätmittelalter
- M. Gierszewska, GIS-Anwendung in der Archäologie. Topographiewandel vom Mittelalter bis zur Gegenwart im Bereich der Kaiserpfalz zu Ingelheim
Kontakt zu Matylda Gierszewska-Noszczyńska:
Telefon: 0175 / 5221170 oder per E-Mail: grabungstechnik
_@_kaiserpfalz-ingelheim.de

Piotr Noszczynski, Archäologe |
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Piotr Noszczynski, Archäologe
Arbeitsschwerpunkte:
- Anwendung des Geographischen Informationssystems (GIS) zur Bearbeitung und Auswertung der kartographischen und archäologischen Quellen: Georeferenzierung der historischen Karten und Katasterpläne, Erstellung einer Datenbank (mit dem Programm ArcGIS 9.2).
- Erstellung von 3D-Modellen (ArcGIS 9.2 (ArcScene) und SketchUp6)
- Auswertung der archäologischen Grabungen und Raumanalysen für den Ingelheimer Region.
- Digitalisierung der archäologischen Feldzeichnungen (CAD).
Laufende Projekte:
- Georeferenzierung der historischen Karten sowie Erstellung des historischen 3D Stadtmodells unter GIS-Anwendung
- Auswertung der archäologischen Grabungen (1996 – 2006) aus der O-Zone in Ingelheim mit der Anwendung des Geografischen Informationssystems
- Digitalisieren der archäologischen Planzeichnungen aus den Grabungskampagnen 1993 – 2008 für die Gesamtpublikation Kaiserpfalz Ingelheim
Die Ingelheimer Karten und Katasterpläne
Geoinformationssysteme (GIS) bieten die Mittel zur Aufnahme, Verwaltung, Analyse und Visualisierung von raumbezogenen Daten. Sie erlauben auch kontinuierliche Aktualisierung und Modifizierung der Informationen. Als technische Grundlage dafür dient ein Computerprogramm (ArcGIS 9.2), das zahlreiche Elemente in sich vereint. Es enthält eine Datenbank sowie weitere kartographische, analytische und andere vorteilhafte Werkzeuge.
Historische Karten besitzen ein großes Informationspotenzial. GIS-Techniken helfen dabei, die Informationen aus historischen Karten zu extrahieren, zu analysieren und zu bewerten. Für Ingelheim datiert man die erste kartographische Quelle ins 17. Jahrhundert.
Auf der Basis von Vermessungsergebnissen und Grabungsdateien werden durch einen Interpolationsprozess die verschiedenen Geländemodelle erstellt. Die Ergebnisse dieser Prozesse werden miteinander verglichen, um die Terrainänderungen möglichst genau zu analysieren und vollständig zu präsentieren. Mit den georeferenzierten Karten, Katasterplänen und Bildern wird das Architekturbild in den einzelnen Perioden rekonstruiert und im Computer als 3D-Modelle visualisiert.
Grabungsauswertung aus der O-Zone
In den Jahren 1996 - 2006 fanden im Bereich außerhalb der Kaiserpfalz in Ingelheim archäologische Grabungen statt. Das Grabungsareal befand sich zwischen der Remigiuskirche und dem heutigen Saalgebiet, östlich vom Palatium. Die Reste der Siedlung, die an mehreren Stellen erfasst wurden, sind in das Früh- und Hochmittelalter datiert. Mit der Auswertung der Grabungsergebnisse und den Raumanalysen werden die folgenden Aspekte behandeln:
- Gesamtbild der Siedlung
- Funktion von einzelnen Befunden und Siedlungsbereichen
- Rolle der Siedlung in der Gesamttopographie des Ingelheimer Raumes
- Relationen zwischen der Siedlung und der Kaiserpfalz
Weitgehende Raumanalysen und eine weitere Datenerfassung, sowohl für die Siedlung als auch für den Ingelheimer Raum, werden mit der Anwendung der GIS-Software durchgeführt.
Bauaufnahme, Digitalisierung und Auswertung der bestehenden Wehrmauer und anderer Befestigungsarten der Kaiserpfalz zu Ingelheim
Ziel dieses Projektes ist es, alle bestehenden historischen Wehrmauerreste zu erfassen, zu digitalisieren und auszuwerten. Die Mauerwerke werden fotogrammetrisch aufgenommen. Für die beste Qualität der Bilder und ihrer metrischen Genauigkeit werden die Befunde mit dem Tachymeter gemessen. Die dadurch gewonnenen Daten werden digital bearbeiten.
Ergänzend zur Darstellung und Auswertung der Mauerreste folgt die Analyse der kartographischen Quellen. Es werden unter diesem Aspekt historische Karten von Ingelheim untersucht:
- Engelhart Plan aus dem Jahr 1621
- Plan Marksburg aus dem 17. Jahrhundert
Die Auswertung der Kaiserpfalz-Befestigung beinhaltet außer den staufischen Wehrmauern auch die früheren Befestigungsreste, die in mehreren Grabungen (1998 – 2009) erfasst worden sind. Hier ist unter anderem der Graben aus der Kampagne 2008 und 2009 gemeint. Die jüngsten Grabungsergebnisse werden mit den Resultaten der Untersuchungen aus dem Bereich südlich der Aula regia und östlich des Heidesheimer Tores verglichen. Dadurch wird ein Gesamtbild der Befestigungsarten in der Kaiserpfalz zu Ingelheim entstehen.
Publikationen zur Kaiserpfalz Ingelheim:
M. Gierszewska, P. Noszczynski, Palatium w Ingelheim. In: Archeologia Żywa, 6 (46), 2009/2010.
M. Gierszewska, Grabungen in der mittelalterlichen Siedlung in Ingelheim. Anwendung des Programms Quantum-GIS zur archälogischen Auswertung, Archäologie in Rheinhessen und Umgebung e. V., Mainz, 2, 2009, S. 66-73.
M. Gierszewska, P. Noszczynski, An Open Way for Archaeological Data Management Based on Quantum GIS, Proceedings of the 14th International Congress "Cultural Heritage and New Technologies", (CD-Ausgabe), 2009.
Kontakt zu Piotr Noszczynski
Telefon: 0175 / 5221171 und 0175 / 5221170 oder per
E-Mail: grabungstechnik
_@_kaiserpfalz-ingelheim.de

Radoslaw Myszka, Archäologe |
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Radoslaw Myszka, Archäologe
Arbeitsschwerpunkte:
- Digitalisierung und grafische Bearbeitung von archäologischen Feldzeichnungen
- Weiterbearbeitung der CAD-Pläne in Illustrator und Photoshop bis hin zur Erstellung von Druckvorlagen für den Verlag
- grafische Aufarbeitung von Plänen, Erstellen von Abbildungen für Präsentationen und Publikationen
- Auswertung von photogrammetrischen Bauaufnahmen mit einem Entzerrungsprogramm (PhoToPlan)
Kontakt zu Radoslaw Myszka:
Telefon: 06132 / 57 99 71 oder per
E-Mail: grafik
_@_kaiserpfalz-ingelheim.de