
Schwerpunkte des Konzeptes zur Erschließung und Neugestaltung der Kaiserpfalz | © Das Gelände der Kaiserpfalz ist heute vollständig überbaut. In einem Prozess, dessen Anfänge im späten 14. Jahrhundert liegen, wurde die Pfalz allmählich von einer kleinteiligen Bebauung überformt. Einzelne eindrucksvolle Denkmäler, wie die Aula regia, sind dabei erhalten geblieben, doch ist insbesondere die Gesamtgröße und -topographie inmitten der Häuser nur unzureichend wahrnehmbar.
Vor der archäologischen und denkmaltouristischen Erschließung des Kaiserpfalzgebietes kamen andere Gründe hinzu, die manchen Besucher inmitten der Denkmalzone fragen ließen, „wo denn die Kaiserpfalz sei“:
Der Stadtrat hat 1998 das im Zusammenwirken mit der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (ehem. Landesamt für Denkmalpflege) erarbeitete „Konzept zur Untersuchung, Erhaltung und touristischen Erschließung der Kaiserpfalz“ verabschiedet. Es beinhaltet bauliche und didaktische Maßnahmen mit den Schwerpunkten:
An zwei Schlüsselstandorten zur Erschließung des Kaiserpfalzgebietes wurden, beziehungsweise werden, Informationsstelen aufgestellt: zum Einen wurde vor dem Museum und Besucherzentrum bei der Kaiserpfalz am Francois-Lachenal-Platz eine Stele errichtet, zum Anderen ist eine am zukünftigen Parkplatz mit Busparkplatz an der Wäschbach geplant.
Ansichten der geplanten Informationsstelen
| © Auch außerhalb der Öffnungszeiten des Museums und der Denkmäler bieten diese Stelen dem Kaiserpfalz-Besucher an Terminals die Möglichkeit, sich sowohl über die Kaiserpfalz und weitere touristische Angebote in Ingelheim als auch über Gastronomie und Hotellerie in der Rotweinstadt zu informieren. Die Stelen tragen den Namenszug der Kaiserpfalz bzw. des Museums, das außerdem als die erste Station des Historischen Rundweges durch die Kaiserpfalz gekennzeichnet wird. Die von R. Tannhäuser farbenfroh umgesetzten und nachts hinterleuchteten Solidusmotive unterstreichen die Fernwirkung der Stele.
Mit den Stelen wird ein weiterer Schritt der barrierefreien touristischen Erschließung verwirklicht. Einer der Terminals befindet sich auf für Kinder und Rollstuhlfahrer geeigneter Höhe, das Schild des Historischen Rundweges ist auch in Blindenschrift realisiert. Die Informationsstele am Museum wurde im Mai 2007 realisiert, die zweite folgt im Zuge der Realisierung des Wäschbachparkplatzes (2008/2009). Geplant sind zwei weitere Standorte im Stadtgebiet außerhalb der Pfalzanlage.